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Waschmaschinen – wie viel Wasserverbrauch ist normal?

Whirlpool HaushaltsgeräteDie Waschmaschine gehört in jeden Haushalt. Sie erleichtert die Reinigung der Wäsche enorm, ist einfach zu handhaben und sorgt gegenüber der einst üblichen Handwäsche für eine deutliche Zeitersparnis. Mittlerweile gibt es Waschmaschinen in allen erdenklichen Größen, Ausstattungsvarianten, Energie- und Effizienzklassen. Die Auswahl fällt insgesamt sehr schwer. Eines der wichtigsten Kriterien für Ihre Entscheidung ist der Wasserverbrauch. Eine Waschmaschine verbraucht pro Waschgang mehrere Liter Wasser. Schon ein leicht geringerer Wasserverbrauch kann dazu beitragen, dass die Haushaltskasse erheblich entlastet wird. Von einer sparsamen Waschmaschine profitieren bei Weitem aber nicht nur Sie als Nutzer, sondern insbesondere die Umwelt. Wir haben uns genauer mit dem Thema auseinandergesetzt und möchten Ihnen zeigen, wie bedeutend ein geringer Wasserverbrauch ist und auf was Sie bei der Auswahl Ihrer Waschmaschine achten sollten.

Die meisten Waschmaschinen arbeiten mit Trinkwasser

Waschmaschinen - wie viel Wasserverbrauch ist normal?Warum der Wasserverbrauch der Waschmaschinen so heiß diskutiert wird, ist insbesondere der Wasserart geschuldet. Der Großteil der Waschmaschinen in Deutschland arbeitet mit Trinkwasser. Trinkwasser ist eine wertvolle Ressource, die es auch hierzulande zu schützen gilt.

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Bemerkenswert viel Trinkwasser! Statische Erhebungen zeigen, dass die meisten Waschmaschinen doch überraschend viel Trinkwasser verbrauchen. Pro Jahr wird der Verbrauch je Einwohner der Bundesrepublik auf 5840 Liter geschätzt.

Grundsätzlich besteht für Eigenheimbesitzer die Möglichkeit, voll und ganz auf Trinkwasser zum Wäschewaschen zu verzichten. Mit speziellen Systemen lässt sich das Regenwasser so sammeln, dass Sie damit einen Großteil Ihrer Wäsche waschen können. Das spart Geld, kommt der Umwelt zugute und steht qualitativ der Variante mit dem Trinkwasser in nichts nach. Sie können sich darauf verlassen, dass Ihre Wäsche mit Regenwasser genau so sauber wird wie mit Trinkwasser.

TIPP: Beim Kauf einer Waschmaschine orientieren sich die meisten Verbraucher am Energielabel. Bedenken Sie aber, dass das Energielabel nichts mit dem Wasserverbrauch zu tun hat, sondern sich ausschließlich auf den Stromverbrauch bezieht.

Der Trend zum geringeren Verbrauch

Den Herstellern ist seit Langem bewusst, dass Verbraucher wachsenden Wert auf die Verbrauchswerte der Geräte legen und haben darauf reagiert. Seit Jahren ist der Trend zu immer geringeren Verbrauchswerten zu erkennen. Es gibt vor allem zwei Gründe, die dafür verantwortlich sind, dass Verbraucher bevorzugt Geräte mit einem geringen Wasser- und Stromverbrauch kaufen:

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  1. Die Energiekosten nehmen seit Jahren zu. Sowohl die Strom- als auch die Wasserpreise sind in den letzten Jahren gravierend gestiegen. Daher ist es heute beinahe unerlässlich, dass die Waschmaschinen möglichst wenig verbrauchen. Geräte, die die früheren Verbrauchswerte aufweisen, wären für viele Verbraucher heute nicht mehr erschwinglich.
  2. Die Verbraucher wurden in den letzten Jahren zusehends in Richtung Nachhaltigkeit sensibilisiert. Sie legen heute selbst großen Wert darauf, dass sie sich für umweltschonende Gerätelösungen entscheiden. Verbrauchsarme Geräte gelten als besonders umweltfreundlich, denn sie schonen die Ressourcen.

Natürlich hat der geringe Verbrauch auch seine Schattenseiten, die keinesfalls in Vergessenheit geraten dürfen. Durch den immer geringeren Wasser- und Stromverbrauch, der mit niedrigeren Waschtemperaturen einhergeht, lassen sich in den Waschmaschinen immer schneller Keime und Bakterien nieder. Sie hinterlassen hier einen unangenehmen Gestank.

Faktoren, die Einfluss auf den Wasserverbrauch nehmen

Wie viel Wasser eine Waschmaschine letzten Endes verbraucht, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu kommt, dass die Geräte unterschiedlich viel Wasser verbrauchen. Entscheidend ist nämlich unter anderem für welches Waschprogramm Sie sich entscheiden. Allein durch die Wahl des Waschprogramms sind enorme Differenzen möglich. Dabei können Sie sich folgende Faustregel merken: Ein Kurzprogramm verbraucht in der Regel deutlich mehr Wasser als dies bei einem normalen Eco-Waschprogramm der Fall ist. Werfen wir aber zunächst einen Blick auf die Verbrauchswerte einer alten und einer modernen Waschmaschine:

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30 Jahre alte Waschmaschine Moderne Waschmaschine
180 Liter je Waschgang Max. 65 Liter je Waschgang

Der Wasserverbrauch hat sich also im Laufe der Zeit deutlich reduziert, von dem Umwelt und Verbraucher gleichermaßen profitieren. Bei den modernen Waschmaschinen gibt es aber noch immer dramatische Unterschiede zwischen den Wasserverbräuchen. Die meisten Waschmaschinen sind heute mit einem Eco-Programm ausgestattet. Dieses Programm sorgt dafür, dass Wasser- und Stromverbrauch auf einem Minimum gehalten werden. Bei den meisten Geräten arbeiten die Eco-Waschprogramme mit einer Temperatur von 40 Grad. Im Durchschnitt würden diese Geräte 19 Liter Wasser verbrauchen.

Das Kurzwaschprogramm, das zwar hervorragend in unseren stressigen Alltag passt, ist hier schon deutlich verschwenderischer. Es kommt immerhin innerhalb von 15 Minuten auf beachtliche 20 Liter und verbraucht damit einen Liter mehr als das Eco-Waschprogramm. Auf ein Jahr gesehen, entsteht so ein beachtlicher Mehrverbrauch, der sich auch in der Haushaltskasse bemerkbar macht. Den durchschnittlich höchsten Verbrauchswert haben Sie bei der Kochwäsche. Für sie werden etwa 65 Liter Wasser gebraucht. Die Buntwäsche kommt dagegen mit durchschnittlich 45 Litern aus.

Auf ihren deutlichen Einsparungen bei den Verbrauchswerten ruhen sich die Hersteller aber nicht aus. Ganz im Gegenteil – sie arbeiten unaufhaltsam an Techniken, mit denen Sie die Verbrauchswerte weiter reduzieren können. Demnach gibt es schon jetzt Waschmaschinen, die mit deutlich weniger Wasser auskommen.

Geht der geringere Wasserverbrauch zu Lasten der Sauberkeit?
Häufig wird darüber diskutiert, ob der geringere Wasserverbrauch zu Lasten der Sauberkeit geht. Unberechtigt ist diese Frage sicherlich nicht. Doch Experten und Hersteller können Verbraucher beruhigen: Bei der richtigen Bedienung wird die Wäsche genauso sauber wie gewohnt. Wichtig ist aber, dass Sie die Waschmaschine nicht überladen. Ist zu viel Wäsche in der Trommel, wird diese während des Waschens nicht mehr richtig bewegt. Sie kann dadurch auch nicht richtig gereinigt werden.

Die Anschaffungskosten einer Waschmaschine schwanken stark. So gibt es schon einen erheblichen Preisunterschied zwischen Geräten, die der Klasse A+++ und der Klasse A++ oder A+ entsprechen. Teilweise betragen diese auch mehr als 100 Euro. Trotzdem lohnt es sich in der Regel, diesen Preis zu investieren. Über die Jahre hinweg wiegt sich das mit einem deutlich geringeren Strom- und Wasserverbrauch wieder auf.

Das EU-Label als Orientierung beim Kauf

Möchten Sie eine besonders sparsame Waschmaschine kaufen, müssen Sie sich im Voraus über den Verbrauch informieren. Bestellen Sie Ihre Waschmaschine online, erhalten Sie in der Regel über die Produktbeschreibung alle für Sie relevanten und wichtigen Informationen. Beim regionalen Händler ist das in der Regel nicht so einfach. Nicht jeder Händler schildert die Verbrauchswerte für Strom und Wasser aus. Finden Sie hierzu keine Angaben am Gerät, sollten Sie in jedem Fall nachfragen. Die Händler müssen hierzu Auskunft geben können. Außerdem finden Sie an den Waschmaschinen oder an den Ausschilderungen meist das sogenannte EU-Label.

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Das EU-Label sagt zu den Verbrauchswerten mehr aus als die Energieeffizienzklasse. Hier finden Sie nämlich neben den Angaben zu dem Stromverbrauch beispielsweise auch konkrete Angaben zum durchschnittlichen Wasserverbrauch der Waschmaschinen. Das spart Zeit und sorgt dafür, dass Sie sich rasch einen Überblick verschaffen können. Der Wasserverbrauch, der hier angegeben wird, wird anhand einheitlicher Grundwerte ermittelt. So wird hier von jährlich 220 Waschzyklen ausgegangen. Familien mit Kindern werden damit natürlich nicht auskommen. Sie müssten die Werte dann entsprechend hochrechnen.

Tipp: Teilen Sie dafür den angegebenen Wasserverbrauch durch 220. So ermitteln Sie den Verbrauch je Waschzyklus. Im Anschluss multiplizieren Sie diesen Wert wieder mit der Anzahl an Waschzyklen, die Sie brauchen.

Sensoren sorgen für weitere Einsparungen

Auf dem Weg zu besonders sparsamen Geräten setzen die Hersteller heute in erster Linie auf den Einsatz von moderner Technik. Eine davon ist der sogenannte Wassermagnet, der heute in den meisten modernen Waschmaschinen zu finden ist. Dieser intelligente Wassermagnet besteht in erster Linie aus Sensoren. Diese Sensoren ermitteln vor dem Waschbeginn, wie viel Wäsche in der Waschmaschine ist. Unter Berücksichtigung des von Ihnen ausgewählten Programms und der Beladungsmenge ermitteln Sie nun, welche Wassermenge für die Reinigung benötigt wird. Die Sensortechnik ist hier mittlerweile sogar so sensibel, dass die Waschmaschinen die Textilart definieren können. Es gibt nämlich durchaus Unterschiede zwischen Baumwolle, Microfaser und beispielsweise auch Seide. Geräte mit dieser Sensortechnik, sind zwar meistens ein wenig teurer, bieten beim Verbrauch aber wirklich Vorteile und ein gewisses Sparpotenzial, was wiederum für Sie spricht.

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Neben modernen Geräten können Sie auch selbst dazu beitragen, dass Ihr Wasserverbrauch beim Waschen möglichst gering ist. Das funktioniert relativ einfach, in dem Sie auf verschiedene Aspekte achten:

  • Auch wenn die Waschmaschine nicht zu voll sein darf, sollten Sie den Platz in jedem Fall ausnutzen. Nutzen Sie die Waschmaschinen nicht richtig aus, nimmt die Effizienz der Geräte ab und der Verbrauch steigt.
  • Wählen Sie die Programme bewusst. Verzichten Sie auf zu viele Kurzprogramme, da diese einfach unheimlich viel Strom und Wasser brauchen.
  • Auch die Waschtemperatur hat Einfluss auf die Verbrauchswerte einer Waschmaschine. Bei niedrigen Temperaturen brauchen Sie für die Geräte deutlich weniger Strom.
  • Seien Sie mit Extras bei den Waschgängen sparsam. Ist Ihre Wäsche nur normal verschmutzt, müssen Sie sich nicht für ein Programm mit Vorwäsche entscheiden. Normal verschmutzte Wäsche wird problemlos auch ohne Vorwäsche sauber.
  • Abschließend sollten Sie prüfen, ob Sie nicht auf Regenwasser ausweichen können. Regenwasser hat einige Vorteile. So steht es Ihnen beispielsweise kostenlos zur Verfügung. Außerdem setzten die Maschinen damit nicht so schnell Kalk an.

Fazit: Sparsame Maschinen zahlen sich aus

Auf sparsame Waschmaschinen sollten Sie bei einer Neuanschaffung keinesfalls verzichten. In der Regel nutzen Sie eine Waschmaschine mehrere Jahre. Höhere Anschaffungskosten amortisieren sich im Laufe der Zeit insbesondere durch die geringeren Betriebskosten und bieten Ihnen als Anwender noch ein erhebliches Sparpotenzial. Wir haben die wichtigsten Vor-, aber auch Nachteile, die eine Waschmaschine mit besonders geringem Wasserverbrauch hat, für Sie noch einmal in dieser Übersicht zusammengefasst.

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Vor- und Nachteile einer sparsamen Waschmaschine

  • senkt die Betriebskosten enorm
  • schont die Haushaltskasse
  • nachhaltig und umweltfreundlich
  • maximale Wassereffizienz wird für jeden Waschgang ermittelt
  • arbeiten ressourcenschonend
  • in der Anschaffung deutlich teurer
  • Kurzprogramme verbrauchen weiterhin viel Wasser und Strom

Bildnachweise: nexusseven / Fotolia.com, Amazon/ Whirlpool

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