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Smart Home Haushaltsgeräte über Smartphone steuern

De’Longhi HaushaltsgeräteDie Zeiten, in denen Sie zum Ein- und Ausschalten des Lichts aufstehen und den Weg zum nächsten Lichtschalter auf sich nehmen mussten, sind längst vorbei. Quasi in Siebenmeilenschritten haben die verschiedensten Techniklösungen in den vergangenen Jahren Einzug in unsere Häuser und Wohnungen gehalten. Wie von Zauberhand lassen sich über mobile Endgeräte wie Smartphone und Tablet die verschiedensten Haushaltsgeräte steuern. Schalten Sie doch einfach den vergessenen Geschirrspüler in Zukunft vom Sofa aus an oder sorgen Sie noch auf dem Heimweg über das Smartphone dafür, dass es im Wohnzimmer angenehm warm ist. Mehr Komfort ist bei der technischen Nutzung im Haushalt kaum möglich. Das Zauberwort für all das ist Smart Home. Beim Neubau gilt die Integration von Smart Home Lösungen längst als selbstverständlich und so ist es oft nicht mehr die Frage, ob Sie die moderne Technik nutzen möchten, sondern wie sie in Ihr Heim eingebunden werden soll. Möglichkeiten gibt es viele. Wir zeigen sie Ihnen in unserem großen Ratgeber.

Warum ist das Smart Home Konzept so beliebt?

Smart Home Haushaltsgeräte über Smartphone steuernEs ist noch gar nicht lange her, da war das sogenannte Smart Home für viele Verbraucher Wunschgedanke. Während das Smartphone zwar bereits in die Hosentasche gehört, war der Gedanke daran, dass dieses in Zukunft mit dem eigenen Haushalt dauerhaft kommunizieren und Daten übertragen könnte, für viele abstrakt. Doch mit Hilfe von Apps und pfiffigen Entwicklern ist es den Herstellern gelungen, genau das umzusetzen. Der Druck auf die Hersteller, hierfür angebrachte Lösungen zu entwickeln, hat innerhalb kürzester Zeit so ein Ausmaß angenommen, dass es heute kaum mehr ein Haushaltsgerät gibt, das nicht per App gesteuert werden kann.

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Hinweis: Universelle Lösungen gibt es für das Smart Home bislang nicht. Die Geräte der verschiedenen Hersteller lassen sich in der Regel auch nur über die Apps der jeweiligen Marken steuern. Dies ist vor allem aus Sicherheitsgründen wichtig.

Die Beliebtheit kommt aber nicht von ungefähr. In Zeiten, in denen das Leben ums uns herum wirbelt, wünschen wir uns Entlastung. Wir möchten Aufgaben und Tätigkeiten abgeben, um eben auch hin und wieder einfach Zeit zu sparen. Diesen Gedanken macht sich das Smart Home Konzept zu Nutze. Es verschafft Ihnen Komfort, erspart Ihnen zusätzliche Wege und sorgt dafür, dass Sie Ihr Zuhause quasi immer genauso vorfinden können, wie Sie es gerade brauchen. So müssen Sie nach einem langen Arbeitstag nicht erst warten, bis der Backofen für die Pizza vorgeheizt ist, sondern können das Gerät ganz einfach von unterwegs einschalten. Die Vorgehensweise ist simpel. Sie öffnen die App Ihres Backofens, geben hier die gewünschten Parameter wie Umluft und Temperatur ein. Die App kommuniziert dauerhaft mit der Elektronik des Backofens und gibt dort den Befehl weiter.

Doch die Versprechen der Hersteller gehen sogar noch einen Schritt weiter. Demnach soll das Smart Home sogar dazu beitragen, dass Sie die Energiekosten Ihres Heims langfristig deutlich senken. Bislang ist eine Reduzierung der Energiekosten um bis zu 30 Prozent im Gespräch. Für die Haushalte wäre das ein enormer Schritt nach vorn, der sich natürlich auch in der Haushaltskasse bemerkbar macht.

Fassen wir also noch einmal die Vor- und Nachteile des Smart Home Angebots zusammen:

  • ermöglicht deutliche Energieersparnis  von bis zu 30 Prozent
  • schafft mehr Komfort
  • sorgt für Zeitersparnis
  • Geräte können aus der Distanz eingeschaltet und gesteuert werden
  • viele Arbeitsschritte entfallen
  • für jeden Hersteller bzw. Gerät eigene App erforderlich
  • keine einheitliche Funkstandards, verschiedene Funklösungen nötig
  • immer Angriffspotenzial für Hacker vorhanden

Das Smart Home Konzept: Interaktion zwischen den Geräten

Smart Home Konzepte basieren in erster Linie auf Interaktion. Durch den Einsatz spezieller Softwarelösungen, beispielsweise in Form von Apps, werden die Grundlagen dafür geschaffen, dass Geräte untereinander kommunizieren und somit Bedienbefehle weitergeben können. Damit dieser Gedanke funktioniert, braucht es immer zwei Gerätetypen:

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Haushaltsgeräte Multimedia Geräte
  • Smartphone
  • Tablet
  • Laptop
  • Netbook

Beide Endgeräte, die hier beim Smart Home interagieren sollen, arbeiten mit einem speziell dafür entwickelten Programm. Über diese Programme, die bei den mobilen Endgeräten immer als kostenlose App zur Verfügung stehen, können Sie als Nutzer Befehle eingeben, Programme wählen, aber auch lediglich einzelne Parameter der Einstellung anpassen. Via Funk, also beispielsweise über WLAN oder Bluetooth, werden die Befehle dann an die Haushaltsgeräte übertragen, wo sie wiederum ausgeführt werden. Die Steuerung der Smart Home Technik kann über Eingabegeräte, also Touchdisplay und Tastatur, aber auch über Gesten und Sprachbefehle erfolgen.

Tipp: So reicht es beispielsweise aus, wenn Sie Ihrem Smartphone über die Sprachfunktion die Aufgabe geben, die Heizung in der Küche einzuschalten.

Alles andere als neu!
Der Gedanke, eine Hausautomation zu entwickeln, um den Komfort im Alltag zu erhöhen, ist an sich keineswegs neu. Erste Ansätze hierfür gab es nämlich schon in den 1970er-Jahren. Damals waren die damit verbundenen Ideen aber noch kabelgebunden, wodurch gerade die nachträgliche Installation im Heim eher unangenehm aufwendig war. Es brauchte also erst einmal eine Extraportion technischen Fortschritt, um die gewünschten Anpassungen hier vornehmen zu können.

Der Durchbruch des Smart Home Konzepts kam allerdings erst mit Einführung von zwei weiteren Neuheiten. Zum einen ist hier die Etablierung der verschiedenen Funkstandards zu nennen und zum anderen brauchte es das Smartphone, um  das Smart Home quasi gesellschaftstauglich zu machen. Das Smartphone hat hier die Rolle einer Fernbedienung übernommen. Es lässt sich schnell und sicher bedienen und macht es zudem überflüssig, dass es für jedes Haushaltsgerät eine eigene Fernbedienung gibt.

Die zentrale Einheit – ein Vergleich lohnt sich

Für ein funktionierendes und nachhaltiges Smart Home brauchen Sie vor allem eine gute Smart Home Zentrale. Angebote und Konzepte hierfür gibt es viele. Die Zentrale stellt den Mittelpunkt zwischen den mobilen Endgeräten und den Haushaltsgeräten dar. Das Besondere an ihr ist die technische Ausstattung, denn sie ist prinzipiell so gestaltet, dass sie mehrere Funkstandards bedienen kann. Das ist wichtig, denn wie bereits erwähnt, arbeiten die Gerätehersteller hier nicht ausschließlich mit einer Funktechnik, sondern bedienen sich an sämtlichen bereitstehenden Lösungen. Dazu gehören:

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  • Z-Wave
  • Bluetooth
  • WLAN
  • ZigBee

TIPP: Entscheiden Sie sich immer für eine Smart Home Zentrale, die möglichst viele Funkstandards bedient, denn so können Sie diese auch für viele Haushaltsgeräte unterschiedlichster Hersteller nutzen.

Die allgemeinen Funkstandards als Basis der Smart Home Zentrale sind aber nicht ganz unbedenklich. Ein Kritikpunkt, der hier von Experten und Herstellern gleichermaßen genannt wird, ist das Hackerrisiko, das hier gegeben ist. Grundsätzlich können sich Hacker über die Funkverbindungen in die Systeme hacken und die Steuerung der Geräte manipulieren.

Es gibt vereinzelt Hersteller, die mittlerweile darauf reagiert und Smart Home Technik entwickelt haben, bei der ein spezielles Funkprotokoll zum Einsatz kommt. Doch auch diese Technik hat Tücken, die Sie als Verbraucher bedenken müssen, denn entscheiden Sie sich für ein spezielles Funkprotokoll können Sie auch nur die Geräte dieses Herstellers in das Smart Home einbinden. Das schränkt sie bei der Geräteauswahl ein und sorgt zudem dafür, dass die Anschaffungskosten für das Smart Home steigen, denn viele Hersteller nutzen das natürlich aus.

Innogy macht eine Ausnahme
Die einzige Ausnahme, die es derweil gibt, steht hier von Innogy bereit. Das Unternehmen setzt zum einen auf ein eigenes Funkprotokoll, hat sich aber auch dazu entschlossen, seine Technik so zu gestalten, dass ebenso eine Anwendung der Philips Hue Zentrale möglich ist. Weiterhin können Sie das System um Netatmo Komponenten ergänzen. Diese arbeiten mit einer WLAN-basierten Anwendung.

Verschiedene Anwendungsbereiche der Smart Home Angebote

In den letzten Jahren hat die Smart Home Idee nicht nur auf vielen Messen Einzug halten können, sondern eben auch in zahlreichen Haushalten und so haben sich hier schon einige Einsatz- und Anwendungsbereiche herauskristallisiert, die bevorzugt genutzt werden. Wir haben diese für Sie noch einmal zusammengestellt und möchten Ihnen damit einen umfassenden Überblick über die Vielfalt dieses neuen Trends bieten.

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Möglichkeiten Hinweise
Licht bzw. Beleuchtung Es gibt mittlerweile allerhand WLAN-taugliche Beleuchtungen und LED-Lampen, die Sie für die Smart Home Lösungen nutzen können. Sie können mit dem Smartphone dann das Licht sowohl ein- als auch ausschalten und dimmen. Das Ganze funktioniert natürlich auch raumübergreifend und bietet damit ebenso ein gewisses Sparpotenzial. Smart Home hilft Ihnen hier dabei, eine angenehme Lichtatmosphäre zu schaffen.
Heizung und Warmwasserversorgung Sehr beliebt sind Smart Home Angebote mittlerweile bei Heizung und Warmwasserversorgung. Hier bietet die moderne Technik auch die mit Abstand größten Sparpotenziale. Über das Handy können Sie die Heizung von unterwegs aus einschalten oder die Temperaturen regulieren. Auch die Warmwasserversorgung ist damit regulierbar. So sorgen Sie beispielsweise dafür, dass nach einem anstrengenden Arbeitstag direkt warmes Wasser für die Dusche bereitsteht.
Multimedia Steuerung im gesamten Haus In Kombination mit den verschiedenen Multimedia Angeboten geht von Smart Home ein besonderer Reiz aus. Sie können hier zeitgleich vom Sofa aus den Fernseher einschalten, das Licht für eine gute Sicht dimmen und die Lautsprecher anpassen. Mittlerweile sind die Smart Home Konzepte sogar so ausgereift, dass der Fernseher per Sprachbefehl Ihre Lieblingsserie abspielt oder Sie bei Ihrem Radio eine eigene Playlist auswählen können.
Sicherheit Das Sicherheitsbedürfnis der Bundesbürger nimmt seit Jahren zu. Immer mehr Verbraucher entscheiden sich dafür, dass eigene Zuhause mit einer Alarmanlage zu versehen. Entscheiden Sie sich für Smart Home taugliche Sicherheitstechnik, können Sie diese von Zuhause nicht nur steuern. Sie bekommen hier auch die Gelegenheit auf die Aufnahmen der Kameras zuzugreifen. So sehen Sie über das Smartphone bereits die Person, die an Ihrer Tür aktiv wird.

Fazit: Offene Smart Home Systeme gelten als Zukunft

Das Smart Home ist in unserer Gesellschaft längst angekommen und wird auch aus dieser kaum mehr zu verbannen sein. Dafür verspricht es einen viel zu hohen Komfortgewinn. Der Fokus der Smart Home Angebote wird aber in Zukunft klar auf den offenen Systemen liegen, um eben den Verbrauchern langfristig Flexibilität der Marken- und Gerätewahl zusprechen zu können. Wie sicher die Smart Home Lösungen dabei langfristig sind und ob sie sich noch zum beliebten Ziel von Hackern entwickeln werden, bleibt abzuwarten.

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Bildnachweise: NicoElNino / Fotolia.com, Amazon/ De'longhi

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