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Kaffeekapselmaschine vs. Kaffeepadmaschine vs. Kaffeevollautomat

De’Longhi HaushaltsgeräteFragen Sie einen echten Kenner, was Sie für einen guten Kaffee brauchen, wird dieser mit Sicherheit auf die richtige Zubereitung verweisen. Wie intensiv und abgerundet das Kaffeearoma ist, hängt entscheidend von dem Ausgangsprodukt, also dem Kaffee und der Maschine ab. Wer sich einen frischen, aromatischen Kaffee zubereiten möchte, hat heute die Qual der Wahl. Verschiedene Maschinen haben sich dafür durchgesetzt. Zu den modernsten Lösungen gehören Kaffeepadmaschinen und Kaffeekapselmaschinen. Das System hinter beiden Maschinen ist vergleichbar. Doch während sie in der Anschaffung noch wirklich günstig sind, schlägt der Verbrauch zu Buche, denn für die Zubereitung eines Kaffees müssen Sie die passenden Pads oder Kapseln kaufen. Diese Portionspackungen sind kostspielig. Konkurrenz bekommen die kleinen handlichen Pad- und Kapselmaschinen nun durch die Kaffeevollautomaten. Diese Wunderwerke moderner Technik sorgen für ganz neuen Komfort und ein unverwechselbar frisches Aroma.

Kaffee bleibt eines der beliebtesten Heißgetränke der Deutschen

Kaffeekapselmaschine vs. Kaffeepadmaschine vs. KaffeevollautomatEs gibt nur wenige Heißgetränke, die in Deutschland so beliebt sind wie Kaffee. Doch nicht nur in der Bundesrepublik, sondern international gibt es unzählige Kaffeeanhänger. Basierend auf dem schwarzen Heißgetränk entstanden in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Kaffeespezialitäten, die heute ähnlich populär sind wie der Klassiker. Laut Statistik genießt jeder Bundesbürger durchschnittlich 4,8 Kilogramm Kaffee pro Jahr. Dazu kommen Kaffeespezialitäten wie Latte Macchiato und Cappuccino.

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Wer sich heute eine gute Tasse Kaffee zubereiten will, hat die Qual der Wahl. Die Vielfalt beginnt hier bereits bei der Bohnensorte. Da Kaffeebohnen weltweit in über 50 Ländern zubereitet werden, ist bereits die Sortenvielfalt beispiellos. Jedes Jahr ernten die Kaffeebauern auf internationaler Ebene mehr als 8 Millionen Tonnen. Es gibt die klassische Kaffeebohnen, aber auch Espressobohnen und verfeinerte Kaffeebohnen, die beispielsweise mit Karamell überzogen sind.

Möchten Sie Bohnen und Pulver zubereiten, können Sie heute neben der Filterkaffeemaschine eine von drei Maschinenarten wählen:

Die Maschinen unterscheiden sich sowohl bei der Bedienung als auch bei den Kosten grundsätzlich voneinander. Schauen wir uns im Folgenden die drei Maschinenarten im Detail an.

Padmaschinen revolutionierten die deutsche Kaffeewelt

Lange galt die Filterkaffeemaschine in Deutschland als Standard. Mit der normalen Kaffeemaschine ließ sich innerhalb weniger Minuten eine ganze Kanne frischer Kaffee zubereiten. Die Padmaschinen machten diesem System schließlich schlagartig Konkurrenz. In rasanter Geschwindigkeit hielten sie in zahlreichen Haushalten Einzug und versprachen vor allem eins: Tassenweise ein intensives und frisches Kaffeearoma.

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Das Konzept und die Funktionsweise der Padmaschinen waren von Anfang an denkbar einfach. Eine festgelegte Portion Kaffeepulver wurde mit dünnem Filterpapier umhüllt, sodass ein sogenanntes Kaffeepad entstand. Dieses Pad musste nun nur noch an der richtigen Stelle in die Padmaschine gelegt werden. Die Padfächer können anschließend verriegelt werden. Ein Tastendruck auf die Padmaschine reicht aus, um den Brühvorgang zu starten. Ein Pad reicht immer für eine Tasse Kaffee. Es gibt erste Maschinen, die es ermöglichen, zwei Tassen Kaffee gleichzeitig zuzubereiten. Bislang ist das aber die Ausnahme.

Hinweis: Die Pads lassen sich immer nur einmal verwenden. Möchten Sie also einen zweiten Kaffee  zubereiten, brauchen Sie unbedingt ein zweites Pad.

Haben Sie es gewusst?
Die Entsorgung der gebrauchten Kaffeepads ist denkbar einfach und außerdem extrem umweltfreundlich. Sie können die Pads bedenkenlos auf den Kompost werfen oder auch im Biomüll entsorgen. Das Filterpapier, was zur Versiegelung des Kaffees eingesetzt wird, ist bedenkenlos abbaubar.

Eine einfache Anwendung, ein frisches Aroma und ein intensiver Geschmack sprechen zweifelsohne für die Padmaschinen. Doch was ist der Nachteil? Wer gerne viel Kaffee in kurzer Zeit trinkt oder häufig Besuch empfängt, wird von der Padmaschine eher genervt sein. Da sich meistens nur eine bzw. zwei Tassen Kaffee zubereiten lassen, sind die Padmaschinen eher für diejenigen die richtige Wahl, die nur selten oder relativ wenig Kaffee trinken.

Vor- und Nachteile einer Padmaschine

Schauen wir uns nun noch einmal die Vor- und Nachteile zusammengefasst in der Tabelle an:

  • immer die richtige Dosierung der Kaffeemenge
  • erste Maschinen auch mit Milchsystem zur Zubereitung diverser Kaffeespezialitäten
  • einfache Handhabung
  • umweltfreundliche Kaffeepads (sind biologisch abbaubar)
  • es können Pads verschiedener Marken verwendet werden
  • 1 Tasse Kaffee kostet mehr als aus der Filterkaffeemaschine
  • bereitet zeitgleich maximal 2 Tassen Kaffee zu

Die Kaffeekapselmaschine: Die Weiterentwicklung des Pads

Nachdem das Kaffeepad erfolgreich auf dem Markt etabliert war, gaben sich die Hersteller rasch der Entwicklung neuer Systeme hin. In erster Linie ging es darum, einen noch frischeren, intensiveren Geschmack zu ermöglichen. Es dauerte nicht lange, bis die Kapselmaschinen ihren Weg in den Handel fanden. Zu den ersten Kapselmaschinen gehörten die Lösungen von Dolce Gusto, die es heute in unterschiedlichen Größen und Bauformen gibt. Es folgten Systeme wie

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  • Tassimo
  • Lavazza
  • Nespresso
  • Cafissimo

Auch wenn die Namen noch so unterschiedlich sind, arbeiten die Kapselmaschinen alle nach dem gleichen System. Mit einem immensen Druck wird das Kaffeepulver, das sich in den Kapseln befindet, aufgebrüht. Der Druck ist von Maschine zu Maschine unterschiedlich. Es gibt Kapselmaschinen, die mit 19 bar Druck arbeiten, andere kommen dagegen mit 10 oder 15 bar aus. Der Druck ist für das Aroma nicht irrelevant und hat durchaus Einfluss auf den Geschmack.

Das Geheimnis der Kaffeekapselmaschinen sind allerdings die Kapseln. Diese bestehen aus Aluminium oder aus Kunststoff. Die Kapseln sind fest verschlossen und versiegelt. Der Vorteil ist, dass so auch bei einer langen Lagerung kein Aroma verloren gehen kann. Die Vielfalt der Kaffeekapseln ist gigantisch. Um den Verbrauchern quasi jeden Wunsch von den Augen ablesen zu können, bieten die Hersteller der Maschinen hier neben Kaffee und Kaffeespezialitäten auch Kakao an. Erste Maschinen können sogar mit Teekapseln bedient werden. Wie bei den Pads gilt auch bei den Kapselmaschinen: Sie können jede Kapsel nur einmal verwenden, danach müssen diese entsorgt werden.

Hinweis: Insbesondere bei Umweltschützern stehen die Kapselmaschinen massiv in der Kritik, denn durch sie entstehen gigantische Müllberge. Die Kapseln selbst sind nicht biologisch abbaubar. Sie müssen über den gelben Sack bzw. die gelbe Tonne entsorgt werden.

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Der Kaffee aus den Kapselmaschinen ist zudem alles andere als ein Schnäppchen. Pro Tasse und System, für das Sie sich entscheiden, müssen Sie mit folgenden Kosten rechnen:

  • Cafe Crema: 0,31 Euro
  • Latte Macchiato: 0,62 Euro

Hier sind aber durchaus Preisschwankungen zwischen den Systemen möglich.

TIPP: Wenn Sie mit einer Kapselmaschine liebäugeln, sollten Sie schon vorher einen Blick auf die Kapselpreise werfen. Grundsätzlich sind die Systeme der Kapselmaschinen nämlich nicht untereinander kompatibel. Kaufen Sie also eine Maschine von Bosch Tassimo, müssen Sie auch die Tassimo Kapseln verwenden.

Vor- und Nachteile einer Kaffeekapselmaschine

Auch hier haben wir noch einmal Vor- und Nachteile zusammengefasst:

  • einfache Bedienung
  • Kaffee bleibt lange frisch
  • intensives Aroma und konstant guter Geschmack
  • große Vielfalt an Kaffee- und Teesorten
  • nicht besonders umweltfreundlich, da nicht abbaubar
  • Systeme sind untereinander nicht kompatibel

Die Kaffeevollautomaten: Die richtige Wahl für echte Kaffeeliebhaber

Möchten Sie unverwechselbaren Genuss und feinstes Aroma für einen günstigen Preis genießen, sollten Sie einen Kaffeevollautomaten in Erwägung ziehen. Die Investition in einen Kaffeevollautomaten lohnt sich für Verbraucher, die viel Kaffee trinken und für Haushalte, in denen mehrere Kaffeeliebhaber leben, besonders.

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Zwar sind die Maschinen beim Kauf wirklich teuer und kosten mehrere hundert Euro, doch die Tasse Kaffee kostet nur einen Bruchteil von dem Preis der Pad- und Kapselmaschinen. Kaffeevollautomaten arbeiten mit normalen Kaffeebohnen. Diese gibt es abgepackt in 500 oder 1000 Gramm Packungen in jedem Supermarkt und ebenso beim Discounter. Die Preise variieren hier sehr stark von 7,99 bis 20 Euro je Kilogramm. Die teuersten Produkte sind die Fairtrade und Bio-Marken, für die Sie schnell 20 Euro zahlen müssen.

Der Preis der Kaffeebohnen beeinflusst entscheidend die Kosten je Tasse zubereiteten Kaffee. Die meisten Kaffeevollautomaten mahlen für eine Tasse normalen Kaffee 10 Gramm. Sie können mit 1 kg Kaffeebohnen also 100 Tassen Kaffee zubereiten. Gehen wir nun von einem Durchschnittspreis von etwa 13 Euro aus, die Sie für viele Kaffeemarken zahlen müssen, liegen die Kosten je Tasse bei 13 Cent.

TIPP: Die Kaffeebohnen werden von den Kaffeeröstern auf verschiedene Art und Weise geröstet und verfeinert. Sind Sie nicht mit dem Geschmack Ihres Kaffees zufrieden, können Sie bedenkenlos verschiedene Bohnenmarken und Sorten ausprobieren.

Mit einem Kaffeevollautomaten können Sie aber nicht nur Kaffee zubereiten. Die meisten Geräte besitzen einen Heißwasserauslauf für Tee. Außerdem verarbeiten die Hersteller Systeme, mit denen Sie Milch aufschäumen können. Damit ist auch die Zubereitung diverser Kaffeespezialitäten wie Cappuccino möglich. Die Kaffeevollautomaten arbeiten für den perfekten Genuss mit aufwendigen Menüs, aus denen Sie Ihre Wunschgetränke per Tastendruck auswählen können. Auf Knopfdruck bekommen Sie dann also auch Ihren Cappuccino.

Bei Pad- und Kapselmaschinen haben Sie kaum die Möglichkeit, auf Ihre Wünsche beim Kaffeegenuss einzugehen. Die Vollautomaten lassen hier schon deutlich mehr Spielraum. Sie können hier unterschiedliche Parameter wie Stärke, Menge und Temperatur anpassen. Erste Vollautomaten speichern die Anpassung aufgeteilt auf verschiedene Nutzer. In einem Haushalt mit mehreren Kaffeetrinkern macht sich das besonders vorteilhaft bemerkbar.

Doch die komplexe Technik, die in den Vollautomaten steckt, hat auch Ihre Tücken, denn die Geräte sind pflege- und wartungsintensiv. Nur wenn Sie die Automaten in regelmäßigen Abständen entkalken und reinigen, können Sie auf eine lange Lebensdauer hoffen. Zwar haben viele Automaten moderne Selbstreinigungsprogramme, doch viele Komponenten müssen Sie weiterhin mit der Hand reinigen.

Vor- und Nachteile eines Kaffeevollautomaten

  • Kaffeegenuss in echter Profiqualität
  • unverwechselbares Aroma
  • Kaffee und Kaffeespezialitäten auf Knopfdruck
  • günstiger Preis pro Tasse
  • moderne Systeme zum Aufschäumen der Milch
  • auch zur Zubereitung von Kakao und Tee geeignet
  • aufwendig in Pflege und Wartung
  • hoher Anschaffungspreis

Fazit: Vollautomat lohnt sich nur bei größeren Kaffeemengen

Eines haben alle drei Systeme gemeinsam: Auf Knopfdruck versprechen Sie den besten Kaffee. Doch die Unterschiede sind angefangen von den Kosten über die Wartung bis hin zur Vielfalt nicht zu leugnen. Trinken Sie nur gelegentlich Kaffee oder nur eine Tasse pro Tag, sind die Pad- und Kapselmaschinen die richtige Wahl. Sie sind günstig in der Anschaffung und pflegeleicht. Der hohe Tassenpreis dürfte kaum stören, wenn Sie nur ein bis zwei Tassen pro Tag trinken. Anders ist es dagegen in Haushalten, in denen gern viel Kaffee getrunken wird oder mehrere Personen mit einer Kaffeevorliebe leben. In diesem Fall sollten Sie sich bevorzugt für einen Kaffeevollautomaten entscheiden, da der Preis je Tasse hier deutlich geringer ist.

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Bildnachweise: WavebreakmediaMicro / Fotolia.com, Amazon/ De’Longhi

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