Mehr Infos

ⓘ Hinweise zur Produktauswahl, Finanzierung & Bewertung

Geschirrspüler stinkt – was tun?

TischgeschirrspülerTäglich landen im Geschirrspüler Teller, Töpfe und Besteck, an denen sich allerhand Lebensmittelreste befinden. Der Geschirrspüler erledigt dann die Arbeit, die noch vor einigen Jahren mühevoll von Hand vorgenommen wurde. Er spült das dreckige Geschirr zuverlässig sauber. Durch den Einsatz von Maschinensalz, Klarspüler und Geschirrspülreiniger lösen sich sämtliche Verunreinigungen vom Geschirr und werden im Anschluss  über die Leitungen entfernt. Doch nicht selten kommt es vor, dass der Geschirrspüler nach einiger Zeit einen unangenehmen Geruch entwickelt. Er scheint regelrecht zu stinken. Guter Rat ist in diesem Fall nicht unbedingt teuer, denn auch wenn der bisherige Geschirrspüler stinkt, können Sie diesen noch nutzen. Aber wie werden Sie den Geruch wieder los? Wir haben einige Tipps zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen.

Speisereste verursachen unangenehmen Gestank

Geschirrspüler stinkt - was tun?Vor einem unangenehmen Gestank aus der Spülmaschine ist niemand unbedingt geschützt, zumal der Geruch auch kaum etwas mit mangelnder Hygiene zu tun hat. Eklige Gerüche bilden sich relativ schnell und meist unbemerkt. Die Gründe sind meistens die Gleichen: Die Speisereste werden in der Spülmaschine gelöst, werden aber leider nicht immer voll und ganz abtransportiert. Sie lagern sich mit der Zeit im Abflusssieb und den Schläuchen ab. Sind hier erst einmal Speisereste zu finden, dauert es meistens auch nicht lange, bis sich Keime und Bakterien einnisten. Diese finden in den Speiseresten und dem Spülmaschinenklima einen hervorragenden Nährboden und verstärken den Gestank.

» Mehr Informationen

Dazu kommt, dass Sie meistens nicht nach jeder Mahlzeit die Spülmaschine einschalten müssen. Oftmals ist es sogar so, dass das schmutzige Geschirr über einen gesamten Tag hinweg gesammelt werden kann. Was für die Haushaltskasse sowie den Strom- und Wasserverbrauch sehr hilfreich ist, ist für den Geruchspegel eher unangemessen. Auch sie versprühen einen unangenehmen Geruch.

Hinweis! Gerade Single-Haushalte oder Haushalte, in denen nur Paare leben, müssen den Geschirrspüler nicht täglich einschalten. Auch wenn dieser nicht voll ist, ist die Geruchsentwicklung dann nach 2 Tagen oftmals so stark, dass auch eine nicht volle Spülmaschine eingeschaltet wird.

Kampf gegen den Gestank

Stinkt eine Spülmaschine, sollten Sie immer versuchen herauszufinden, warum das der Fall ist. Interessant ist dabei natürlich zunächst, ob eine Spülmaschine dauerhaft stinkt oder nur, wenn sich darin dreckiges Geschirr befindet oder Sie auch nach einem Spülgang unangenehm riecht. Ist ersteres der Fall, können Sie dem Gestank relativ schnell Herr werden. Wir haben einige Tipps für Sie zusammengestellt:

» Mehr Informationen
Tipp Hinweise
Abspülen Spülen Sie das dreckige Geschirr, bevor Sie es in die Spülmaschine räumen, grob ab. Hier geht es darum, grobe Verunreinigung zu entfernen. Davon profitieren Sie übrigens doppelt, denn so können sich auch keine Speisereste in den Schläuchen festsetzen.
Duftelemente Es gibt für herkömmliche Geschirrspüler sowie Tischgeschirrspüler kleine Duftelemente, sogenannte Spülmaschinendeos. Diese hängen Sie einfach in die Maschine. Dort versprühen Sie einen angenehmen Geruch. Meistens riechen diese nach Zitrone. Die Spülmaschinendeos müssen nach einer gewissen Zeit erneuert werden.

Die Spülmaschinendeos erhalten Sie im Handel von bekannten Marken, aber auch von Handelsmarken. Der Kostenaufwand ist unterschiedlich.

Vor- und Nachteile eines Spülmaschinenreinigers

Die kleinen Deos, die oftmals im Design eines Blatts gehalten sind, haben Vor- und Nachteile:

  • einfache Handhabung
  • sorgen für angenehm frischen Duft
  • halten meist mehrere Wochen
  • können einfach gewechselt werden
  • geringe Anschaffungskosten
  • beseitigen Speisegerüche zuverlässig
  • enthalten Biozide
  • bedenklich für Wasserorganismen

Dauerhafter Gestank in der Spülmaschine

Taucht der unangenehme Geruch in der Spülmaschine dauerhaft auf, also auch dann wenn sich darin kein schmutziges Geschirr befindet, liegt die Ursache woanders. In diesem Fall ist es durchaus möglich, dass sich die Speisereste schon in der Spülmaschine abgesetzt haben und in den Leitungen zu finden sind. Dort lassen sie sich aber nur schwer lösen. Weiterhin ist es möglich, dass sich Keime und Bakterien in der Spülmaschine gebildet haben, die wiederum Verursacher dieses Geruchs sind. In beiden Fällen kann Ihnen ein sogenannter Spülmaschinenreiniger helfen.

» Mehr Informationen
Was ist Spülmaschinenreiniger?
Beim Spülmaschinenreiniger handelt es sich um eine spezielle Lösung, die zur Reinigung der Spülmaschine entwickelt wurde. Er setzt sich aus verschiedenen Inhaltsstoffen zusammen und sorgt hier nicht nur für eine gründliche Reinigung, sondern auch für eine sorgsame Entkalkung. Die Verwendung richtet sich nach Produkt und Hersteller.

Den Spülmaschinenreiniger sollen Sie zwar in größeren Abständen, aber in jedem Fall auch regelmäßig anwenden. Er gelangt überall dort hin, wo eine Reinigung von Hand nicht mehr möglich ist. Insbesondere Stellen, die schwer einsehbar sind, können mit dem Spülmaschinenreiniger problemlos von Ablagerungen befreit werden. Durch die chemischen Inhaltsstoffe beseitigt der Reiniger aber auch Pilze, Keime und Bakterien. Diese sind, wenn Sie einen unangenehmen Geruch bemerken, meistens nicht mehr weit. Grundsätzlich kann der Spülmaschinenreiniger auch Fette lösen, die einfach in der Maschine bei jedem Spülgang haften bleiben.

Tipp: Es gibt Spülmaschinenreiniger in unterschiedlicher Form. Lesen Sie also unbedingt, wie er angewendet wird. Neben dem flüssigen Spülmaschinenreiniger gibt es Reiniger in Pulverform.

Gemeinsam haben sie alle den angenehmen Geruch nach der Anwendung. Wichtig ist, dass Sie auf einige Besonderheiten bei Kauf und Anwendung achten:

  • Reinigungen und Entkalken: Achten Sie darauf, dass Sie einen Reiniger wählen, bei dem sowohl eine Reinigungslösung als auch ein Entkalker enthalten ist. Kalk belastet die Spülmaschine enorm und sorgt hier dafür, dass sich die Lebensdauer deutlich einschränkt.
  • Hohe Fettlösekraft: Fett ist ein hervorragender Nährboden für Keime und Bakterien aller Art. Der Reiniger zielt darauf ab, die Fettablagerungen zu lösen. Diese können letzten Endes auch dafür sorgen, dass die Rohre verstopfen und Wasser nicht mehr richtig abfließen kann.
  • Hohe Temperatur: Für den Spülmaschinenreiniger brauchen Sie ein Programm, das mit hoher Temperatur arbeitet. Fettreste lösen sich erst ab einer gewissen Temperatur. Ideal sind Programme mit 65 Grad.
  • Anwendung: Entscheiden Sie sich bevorzugt für einen Spülmaschinenreiniger mit einer komfortablen Anwendung. Es gibt einige Reiniger auf dem Markt, die Sie kopfüber einfach in den Besteckkasten stellen.

Die regelmäßige Anwendung des Spülmaschinenreinigers lohnt sich doppelt. Zum einen tun Sie Ihrem Gerät etwas Gutes, zum anderen können Sie sich auf bessere Spülergebnisse freuen.

Vor- und Nachteile eines Spülmaschinenreinigers

Die Vor- und Nachteile des professionellen Spülmaschinenreinigers zeigt Ihnen die folgende Tabelle:

  • einfache Anwendung
  • enthält Entkalker
  • sorgt für eine längere Lebensdauer der Maschine
  • vermeidet hohe Wartungs- und Reparaturkosten
  • enthält relativ viel chemische Inhaltsstoffe
  • muss extra gekauft werden
  • große Unterschiede bei der Anwendung

Hausmittel gegen den Gestank

Möchten Sie nicht unbedingt auf einen chemischen Reiniger zurückgreifen, können Sie auf das eine oder andere Hausmittel vertrauen, um dem lästigen Gestank in der Spülmaschine Herr zu werden. Hier finden altbekannte Klassiker Anwendung.

» Mehr Informationen
  1. Zitrone: Zitrone ist bei der Reinigung ein wahres Wundermittel. Dabei sorgt sie gleich für zwei angenehme Effekte. Zum einen hat die enthaltene Säure eine hervorragende Reinigungswirkung. Sie löst Schmutz und Verkrustungen zuverlässig. Zum anderen kann die Zitrone aber auch dazu beitragen, dass die Spülmaschine für längere Zeit frisch riecht. Der natürliche Citrusduft bleibt hier für einige Spülgänge erhalten. Sie können hierfür frische Zitrone verwenden. Die Schale der Zitrone legen Sie einfach in den Besteckkorb. Während des Spülvorgangs werden hier wichtige Inhaltsstoffe gelöst.
  2. Essig: Auch Essig darf unter den Hausmitteln für die Spülmaschinenreinigung nicht fehlen. Doch das gute alte Hausmittel hat zwei Seiten. Zwar ist Essig zuverlässig und kann eben neben den verschiedenen Ablagerungen beispielsweise auch Kalk lösen, doch seine Aggressivität kann die Maschine auch beschädigen. Insbesondere Leitungen und Dichtungen fallen hier dem Essig zum Opfer. Ein weiterer Nachteil von Essig ist der unangenehm beißende Geruch. Teilweise ist dieser auch nach der Reinigung noch vorhanden. Möchten Sie trotzdem Essig für die Reinigung verwenden, reicht eine halbe Tasse aus. Diese gießen Sie auf den Spülmaschinenboden und schalten das Gerät ein.
  3. Natron: Ein kleiner Geheimtipp unter den Haushaltstipps ist Natron. Natron kann hervorragend zum Neutralisieren von Gerüchen eingesetzt werden. Es ist recht günstig und in jeder Drogerie oder gut sortiertem Supermarkt zu finden. Für die Reinigung der Spülmaschine reichen in der Regel schon zwei Teelöffel des weißen Pulvers aus. Das Pulver wird auf den Boden der Spülmaschine gegeben. Achten Sie darauf, dass Sie es gut verteilen, da es sonst doch recht schnell klumpt und schalten Sie den Geschirrspüler ein.

TIPP: Probieren Sie die Hausmittel nie gemeinsam, sondern immer einzeln aus. Das ist wichtig, da sich die Hausmittel nicht zwingend vertragen. Gerade Essig und Natron funktionieren zusammen nicht gut.

Hausmittel bieten einige Vorteile:

  • sind umweltschonend und nachhaltig
  • günstig in der Anschaffung
  • leicht anzuwenden
  • keine Gefahr für Kinder
  • Essig hat einen sehr aggressiven Geruch
  • teilweise nicht so gründlich wie chemische Reiniger

Bei Spülmaschinen gilt außerdem das Gleiche wie bei Waschmaschinen: Arbeiten Sie hier immer nur mit niedrigen Temperaturen gibt es kaum eine Möglichkeit, um Fettablagerungen, Keimen und Bakterien Herr zu werden. Setzen Sie deswegen hin und wieder auf einen Spülgang mit einer höheren Spültemperatur. Durch die höheren Temperaturen können Ablagerungen besser gelöst werden. Außerdem werden Keime und Bakterien beseitigt, sodass diese keinen unangenehmen Geruch hinterlassen können.

Fazit: Gestank im Geschirrspüler werden Sie rasch wieder los

Gestank in der Spülmaschine ist unangenehm, da er oft mit einer mangelnden Hygiene gleichgesetzt wird. Dabei hat er damit gar nichts zu tun. Es gibt aber einige Maßnahmen, mit denen Sie den unangenehmen Geruch zuverlässig und schnell wieder Herr werden. Dabei können Sie zwischen chemischen Reinigern und einigen Hausmitteln wählen. Die Hausmittel sind meist günstiger, die Reiniger sorgen dagegen noch für eine Entkalkung und fördern damit eine lange Lebensdauer der Maschinen. Die regelmäßige Anwendung eines solchen Reinigers ist wichtig, denn damit können immense Wartungskosten vermieden werden.

» Mehr Informationen

Bildnachweise: Budimir Jevtic / Fotolia.com, Amazon/ Siemens

Folgende Themen könnten Sie auch interessieren:

Möchten Sie diesen Artikel bewerten?

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (28 Bewertungen, Durchschnitt: 4,80 von 5)
Geschirrspüler stinkt – was tun?
Loading...

Einen Kommentar schreiben