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Die Sticharten einer Nähmaschine in der Übersicht

NähmaschinenDie heutigen Nähmaschinen verfügen über eine große Anzahl an Programmen und Sticharten. Diese können entweder über ein kleines Rad oder auch über ein Display mit Tasten eingestellt werden. Aufgrund der großen Auswahl verschiedener Sticharten lassen sich nicht nur einfache Arbeiten an der Nähmaschine ausführen wie beispielsweise das Umsäumen oder das Zusammennähen von mehreren Stoffen. Ebenfalls ist es möglich, dank diverse Zierstiche, tolle dekorative Sticks zu nähen. In den kommenden Abschnitten erhalten Sie nicht nur Informationen zu den klassischen und am häufigsten genutzten Sticharten, sondern ebenfalls eine Auswahl beliebter Ziersticharten. Wenn Sie nicht wissen wie Sie die verschiedenen Sticharten an Ihrer Nähmaschine einstellen müssen, wird Ihnen dieser Ratgeber ebenfalls hilfreiche Informationen geben.

Die Standardstiche einer Nähmaschine

Die Sticharten einer Nähmaschine in der ÜbersichtWenn Sie sich eine neue Nähmaschine zulegen möchten, sollte diese über mindestens folgende Sticharten verfügen:

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  • Geradstich
  • Zick-Zack Stich und
  • Knopflochstich

Denn diese drei Sticharten sind bei der Arbeit mit einer Nähmaschine unumgänglich und zählen zu den am häufigsten verwendeten Stichen. Durch diese lassen sich alle Schritte einwandfrei erledigen – vom ersten bis zum letzten Stich. Somit sind der Geradstich, der Zick-Zack Stich und der Knopflochstich ideal für Anfänger. Und mit ein bisschen Übung gelingt auch Ihnen ein zufriedenstellendes Endergebnis.

Für welche Arbeiten sich die drei Sticharten eignen, erfahren Sie in der folgenden Tabelle:

Stichart Hinweise
Geradstich Der Geradstich oder auch Steppstich genannt ist der wichtigste Stich einer Nähmaschine und wird von allen Geräten beherrscht. Dabei spielt es keine Rolle ganz gleich, ob es sich um ein preiswertes oder um ein teures Modell dreht. Mithilfe des Geradstichs werden mindestens zwei Stoffe miteinander vernäht. Aufgrund der Einfachheit ist diese Stichart bei Anfängern sehr beliebt. Die durchschnittliche Länge des Geradstichs beträgt zwischen zwei und drei Millimetern. Zudem lassen sich fast alle anfallenden Arbeiten mit ihm erledigen, nur für das Versäubern von Rändern sowie für die Knopflöcher ist der Geradstich ungeeignet.
Zick-Zack Stich Mithilfe des Zick-Zack Stiches werden in erster Linie die Schnittkanten versäubert. Dadurch ist ein Ausfransen dieser nicht mehr möglich. Sowohl die Länge als auch die Breite des Zick-Zack Stichs können bei fast jeder Nähmaschine manuell eingestellt werden. Dabei ist folgenden zu beachten: Je dehnbarer und elastischer der Stich sein soll, desto enger und schmaler sollte er gesetzt werden. Der Zick-Zack Stich eignet sich diverse Stoffarten, ebenfalls für elastische Stoffe. Außerdem kann der Zick-Zack Stich auch als Zierstich angewendet.
Knopflochstich Wie sich bereits anhand des Namens vermuten lässt, ist diese Stichart für die Nähte rund um die Knopflöcher geeignet. Dabei werden diese nicht nur gesetzt, sondern ebenfalls verstärkt.

Hinweis: Wenn die Nähte besonders robust und stark sein sollen, kommen der Dreifach-Zick-Zack Stich und der Dreifach-Geradstich zum Einsatz.

Beliebte Zierstiche einer Nähmaschine

Neben den drei klassischen Sticharten verfügen die meisten Nähmaschinen über eine Vielzahl an weiteren Stichvarianten. Mittels der Vielfältigkeit der Stiche lässt sich häufig eine Tendenz hinsichtlich des Preises feststellen. Denn je teurer das Gerät ist, desto größer ist die Menge der unterschiedlichen Sticharten. Deshalb sollten Sie sich vor dem Kauf einer Nähmaschine bereits Gedanken machen, wie viele und vor allem welche Sticharten Sie nicht nur aktuell, sondern auch zukünftig nutzen möchten. Denn was bringt Ihnen ein sehr preiswertes Modell, das nur über wenige Sticharten verfügt, wenn Sie schon jetzt wissen, dass die Nähmaschine nicht nur ein Hobby für zwischendurch wird.

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Tipp: Wenn Sie eine Nähmaschine mit der Intention kaufen diese häufig zu nutzen und Ihre Fähigkeiten im Umgang mit dem Gerät deutlich ausbauen möchten, dann sollten Sie definitiv einen Blick auf die hochpreisigeren Modelle mit diversen Einstellungsmöglichkeiten werfen. Denn eine Nähmaschine mit diversen Einstellungsmöglichkeiten ist eine Investition in die Zukunft und Sie müssen kein zweites Gerät kaufen, wenn das einst günstig erworbene Modell nicht mehr seinen Nutzen erfüllt.

Wenn Sie bereits genügend Erfahrung im Umgang mit der Nähmaschine sammeln konnten, wird es Zeit sich die tollen Ziersticharten anzuschauen. Denn dank dieser erhalten Sie diverse Varianten und Möglichkeiten, Ihre eigens kreierten Werke zu verschönern. Bei den Nutzern und Nutzerinnen von Nähmaschinen sind  diese vier Zierstiche besonders beliebt:

Zierstich Hinweise
Hohlsaumstich Mit dem Hohlsaumstich können Nähte gesetzt werden, die so gut wie unsichtbar sind. Eingesetzt wird der Hohlsaumstich in erster Linie für Saumkanten.
Wabenstich Der Wabenstich eignet sich besonders gut für Säume und elastische Stoffe. Wegen der wabenförmigen Nähte gilt diese Stichart als besonders dekorativ und flächig.
Hexenstich Wie auch der Wabenstich ist der Hexenstich für elastische Stoffe bestens geeignet. Ebenso lassen sich durch den Hexenstich besonders schöne Sticks erzeugen.
Blindstich Der Blindstich ist ein nicht sichtbarer Zick-Zack Stich, der ideal zum Umnähen sowie zum Säumen ist.

Vor- und Nachteile einer Nähmaschine

  • vielfältige Möglichkeiten beim Nähen
  • optisch ansprehende Verzierungen durch Zierstiche
  • Sticharten sind bei vielen Nähmaschinen relativ einfach einzustellen
  • als Beginner ist es häufig schwierig zwischen den vielen Sticharten den passenden Stich herauszufinden

Die Nähmaschine richtig einstellen

Wie Sie sehen, gibt es eine Vielzahl an Sticharten. Die computergesteuerte Nähmaschinen beispielsweise verfügen über mehrere hundert Programme bzw. Sticharten. Die mechanischen Geräte hingegen sind mit nur rund 20 verschiedenen Sticharten ausgestattet. Vielen Anfängern stellt sich sicherlich die Frage, wie die vielen Sticharten überhaupt eingestellt werden. Dies ist keineswegs ein Hexenwerk und generell recht einfach und schnell zu erklären.

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An jeder Nähmaschine befindet sich in der Regel ein kleines Rädchen, durch das sich die Stichart und häufig auch die Stichlänge einstellen lassen kann. Bei den computergesteuerten Modellen ist es meistens ein kleines Display mit Tasten. Modelle anderer Marken wiederum arbeiten mit einem Codesystem. Bei Nähmaschinen mit Codesystem verfügen alle Sticharten und Programme über einen Zahlencode, der eingegebenen muss. Weitere Informationen zum Einstellen der Stichart an Ihrer Nähmaschine sowie sonstige wichtige Hinweise finden Sie ebenfalls in der Anleitung.

Da sich die Stichlänge an den Stoffeigenschaften orientiert, ist folgende Übersicht recht hilfreich, wenn Sie noch nicht viel Erfahrung auf dem Gebiet der Stichlänge haben. Die Stichlänge variiert in der Regel zwischen vier verschiedenen Stufen und teilt sich wie folgt auf:

  • Stufe 0 bis 1: ideal für den Knopflochstich
  • Stufe 2: für alle gängigen Sticharten auf dünnen Stoffen geeignet
  • Stufe 2 bis 4: für alle gängigen Sticharten auf stärkeren Stoffen geeignet
  • Stufe 4 und mehr: ideal für den Kräusel- und Heftstich

Tipp: Achten Sie ebenfalls auf die Fadenspannung. Diese kann ebenfalls mittels eines Rädchens bzw. am Display eingestellt werden.

Bildnachweise: Roman / Fotolia.com, Amazon/ Singer

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