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Stromverbrauch eines Backofens

DampfbacköfenEin Backofen gehört im Grunde in jede Küche, denn mit ihm lässt sich eine Vielzahl an Speisen und Gerichten zubereiten. Die Industrie hat sich in den vergangenen Jahren einiges einfallen lassen, um die Backöfen noch komfortabler und vielseitiger zu machen. Doch ein Knackpunkt der modernen Haushaltsgeräte ist bis heute erhalten geblieben: der Stromverbrauch. Viele Verbraucher fragen sich, wenn sie den Backofen benutzen, wie viel Strom dieser jetzt gerade verbraucht. Pauschal beantworten lässt sich das aber nicht, denn der Stromverbrauch hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Eines sei jedoch vorweggenommen: Die Hersteller der Geräte haben in den vergangenen Jahren alles daran gesetzt, diesen noch sparsamer und effizienter zu gestalten. Wir möchten Ihnen hier zeigen, wie sich der Stromverbrauch des Backofens gestaltet, welche Besonderheiten es gibt und wie Sie bei der Nutzung sparen können.

Was ist für den Stromverbrauch ausschlaggebend?

Stromverbrauch eines BackofensNatürlich gehört der Backofen zu den größten Energiefressern in der Küche, denn er braucht eine beachtliche Strommenge, um überhaupt die gewünschte Temperatur zu erreichen. Dabei gehört die Aufheizphase zu den Zeiten, in denen das Gerät am meisten verbraucht. Jeder Backofen ist heute mit einem System zur Wärmedämmung versehen, durch das verhindert wird, dass die Wärme zu schnell verloren geht.

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Faktoren, die nun den tatsächlichen Stromverbrauch beeinflussen, sind vor allem die gewählte Temperatur sowie die Nutzdauer. Die meisten Backöfen verbrauchen bei einer Temperatur von 200 Grad Celsius pro Stunde 1,5 bis 2 kW/h. Dadurch ergeben sich Verbrauchskosten von 45 bis 60 Cent. Entscheidend ist hier, welchen Stromtarif Sie haben und wie viel damit eine Kilowattstunde Strom kostet.

Reicht eine geringere Temperatur aus, geht auch der Stromverbrauch pro Stunde erheblich zurück. acken Sie Kuchen und Co bei Umluft, brauchen Sie in der Regel geringere Temperaturen. Das macht sich dann natürlich auch beim Stromverbrauch positiv bemerkbar.

Nicht nur in der Küche, sondern im gesamten Haushalt ist der Backofen einer der größten Stromverbraucher, die es gibt. Schon ein Haushalt mit 2 Personen verbraucht etwa 10 Prozent seines gesamten Strombedarfs ausschließlich für den Backofen. Daher lohnt es sich durchaus, wenn Sie in ein sparsames Gerät investieren. Wie bei allen anderen Haushaltsgeräten gilt auch hier: Die Energieeffizienzklasse entscheidet. In den vergangenen Jahren haben die Hersteller viele moderne Backöfen so optimiert, dass ein deutlich geringerer Verbrauch möglich ist. So ist die Glastür des Backofens heute beispielsweise nicht mehr nur zweifach-, sondern dreifach verglast.

Backöfen haben ein eigenes Energieeffizienzlabel

Natürlich liegt es in erster Linie nahe, den neuen Backofen nach dem Energieeffizienzlabel, das die Hersteller vergeben, auszuwählen. Doch hier gibt es die eine oder andere Tücke. Für Backöfen wurde Anfang 2015 ein eigenes Label eingeführt, das den Verbrauchern in erheblichem Umfang die Auswahl des richtigen Modells erleichtern soll. Das neue Energieeffizienzlabel ist gegenüber dem alten Modell vor allem verständlicher.

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Was macht das Energieeffizienzlabel für Backöfen aus?
Um dem Verbraucher mehr Klarheit bei der Auswahl der Backöfen einzuräumen, ist das Energieeffizienzlabel mit zwei wichtigen Fakten versehen:

  • Es gibt an, welcher Energieeffizienzklasse der Backofen zugeordnet ist.
  • Auf dem Label können Sie problemlos die durchschnittlichen Verbrauchswerte ablesen. Um diese verständlich zu machen, handelt es sich um den Verbrauch in kWh.

Für die Vergabe des Energieeffizienzlabels werden verschiedene Faktoren berücksichtigt. Hier spielt neben der allgemeinen Leistung insbesondere die Größe des Backraums eine Rolle. Umso kleiner der Backraum ist, desto schneller heizt er sich auf. Hierbei handelt es sich um einen erheblichen Vorteil. Anhand der Größe des Backraums werden drei verschiedene Backöfen unterschieden.

Beachten Sie: Aufgrund der unterschiedlichen Backraumgrößen können die Minibacköfen und ein normaler Backofen zwar beide beispielsweise die Energieeffizienzklasse A haben, aber unterschiedliche Verbrauchswerte aufweisen.

TIPP: Ein Singlehaushalt braucht in der Regel keinen besonders üppigen Backofen. Minibacköfen sind in diesem Fall ausreichend. Da sie nur ein Volumen von maximal 34 Litern haben, sind sie im Verbrauch besonders günstig.

Möchten Sie sich anhand der Energieeffizienzklasse für einen Backofen entscheiden, müssen Sie sich einer Besonderheit bewusst sein. Wenn es sich bei dem favorisierten Modell um einen Umluftherd handelt, bezieht sich der angegebene durchschnittliche Verbrauch auch auf die Umluftfunktion. Anhand Ihrer individuellen Nutzungsgewohnheiten können Sie nun mit Hilfe eines Taschenrechners relativ schnell berechnen, wie viel Strom im Jahr verbraucht wird. Die Angabe des Verbrauchs in kWh multiplizieren Sie hierfür einmal mit der Anzahl der Anwendungen im Laufe des Jahres. Das Ergebnis wird noch einmal mit dem Strompreis multipliziert, den Sie aktuell zahlen müssen. Hier müssen Sie bedenken, dass sich schon kleine Verbrauchsunterschiede bemerkbar machen.

TIPP: Wenn Sie nicht selbst von Hand rechnen müssen, können Sie Online auch nach Verbrauchsrechnern suchen. Hier geben Sie die Eckdaten ein und der Online Rechner ermittelt das Ergebnis.

Doch das ist noch nicht alles: Auf den Stromverbrauch hat auch die Beladung des Backofens Einfluss. Ihr Backofen verbraucht mehr Strom, wenn dieser voll bestückt ist, also wenn Sie beispielsweise mehrere Kuchenbleche untereinander anordnen.

Für die Backöfen kommt eine Einstufung in die Energieeffizienzklassen A bis G infrage. G ist dabei die schlechteste Einstufung, hier erwarten Sie also die Geräte mit dem höchsten Verbrauch. Auch ein Backofen der Energieeffizienzklasse A gilt heute im Grunde nur noch als durchschnittliches Modell, denn schon die Verbrauchsunterschiede zwischen A++ und A+++ Angeboten sind gewaltig. Günstige Backöfen gibt es schon mit dem Energieeffizienzlabel A. Haben Sie ein Volumen von 65 Litern, verbrauchen Sie im Durchschnitt 0,99 kWh.

Lohnt sich der Neukauf?

Solange ein Backofen funktioniert, wird er in der Regel auch genutzt. Die meisten Haushalte sind nicht dazu bereit, in ein neues Gerät zu investieren, solange der Alte noch zuverlässig seinen Dienst verrichtet. Bedenken Sie dabei aber immer, dass ein acht oder zehn Jahre alter Backofen im Vergleich zu den neuen Geräten von heute einen fast dreimal so hohen Stromverbrauch hat. Vor zehn Jahren war der Strom in Deutschland noch deutlich günstiger. Es war nicht zwingend erforderlich, immer noch sparsamere Geräte zu entwickeln. Zumal die damalige Technik entscheidende Verbesserungen in diesem Bereich noch nicht zugelassen hat. Heute ist das anders. In den letzten Jahren sind die Strompreise massiv gestiegen. Die Liberalisierung des Strommarktes brachte vor allem einen steilen Preisanstieg für die Verbraucher mit sich. Als 1998 der Strommarkt liberalisiert wurde, belief sich der durchschnittliche Preis je Kilowattstunde noch auf 17,11 Cent. 2014 waren es schon 29,16 Cent. 2018 müssen bei den meisten Anbietern mehr als 30 Cent je Kilowattstunde gezahlt werden.

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Anhand dieser Zahlen wird noch einmal deutlich, wie stark ein verbrauchsintensiver Backofen die Haushaltskasse belastet. Verbraucht Ihr neuer Backofen plötzlich nur noch ein Drittel, schafft das eine enorme Entlastung für Ihre Haushaltskasse. Oft lohnt es sich daher durchaus, wenn Sie in einen modernen Backofen investieren. Doch hier ist Vorsicht klar die Mutter der Porzellankiste, denn es gibt einen Unterschied. Wenn Sie Ihren alten Backofen gegen ein neues Luxusmodell mit allerhand technischem Schnick-Schnack tauschen, profitieren Sie in der Regel nicht davon. Die hohen Anschaffungskosten schlucken die Ersparnis durch den geringeren Stromverbrauch.

Ein Backofen verbraucht auch Strom, wenn er nicht an ist

Haben Sie gedacht, Sie können den Stromverbrauch massiv senken, indem Sie einfach die Nutzung reduzieren, müssen wir Sie eines Besseren belehren. Viele moderne Backöfen verbrauchen nämlich auch dann Strom, wenn sie überhaupt nicht an sind. Grund sind Funktionen, die im Hintergrund permanent laufen. Hierzu gehört beispielsweise eine Uhr, die bei den meisten Backöfen vorhanden ist. Sie ist auch dann an, wenn Sie den Backraum an sich nicht nutzen. Auch Programme, die im Hintergrund laufen und die Sie per Tastendruck für die Zubereitung Ihrer Speisen ganz einfach auswählen können, verbrauchen  ein wenig Strom. Zwar ist der Verbrauch an sich sicherlich überschaubar, doch unter Berücksichtigung des permanenten Bezugs fällt auch dieser ins Gewicht.

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TIPP: Wenn Sie einen möglichst sparsamen Backofen möchten, schauen Sie sich nach einem Modell ohne digitale Uhr um. So sparen Sie sicherlich die eine oder andere kWh.

Vor- und Nachteile eines Backofen mit einer guten Energieeffizienzklasse

Ein Backofen mit einer guten Energieeffizienzklasse zahlt sich für Sie in jedem Fall aus. Er bietet viele Vorteile:

  • deutlich geringere Verbrauchskosten
  • besonders nachhaltig und umweltfreundlich
  • entlastet die Haushaltskasse enorm
  • Strompreiserhöhungen fallen nicht mehr so stark ins Gewicht
  • sparsame Backöfen sind in der Anschaffung sehr teuer

Mit diesen Tipps senken Sie den Stromverbrauch

Unabhängig von der Energieeffizienzklasse gibt es natürlich einige Kniffe, mit denen Sie den Stromverbrauch der Backöfen zumindest einschränken können.

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  1. Wählen Sie einen Backofen, der zu Ihnen passt!
    Hierbei handelt es sich um einen Aspekt, der gern unterschätzt wird. Achten Sie darauf, dass die Backofengröße für Ihren Bedarf ausreichend ist.
  2. Machen Sie sich die Restwärme zu Nutze!
    Sicherlich ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass der Backofen nicht sofort kalt ist, wenn Sie diesen nicht mehr brauchen. Es ist eine sogenannte Restwärme vorhanden. Die Restwärme können Sie sich zu Nutze machen. Wenn Sie wissen, dass Ihr Auflauf in 10 Minuten fertig ist, können Sie den Backofen bereits ausschalten. Die Restwärme reicht für die verbleibende Zeit aus, wenn Sie nicht die Tür des Backofens öffnen.
  3. Backen Sie mehrere Bleche gleichzeitig?
    Sie müssen nicht nur einen Blechkuchen backen, sondern mehrere? Dann nutzen Sie den Backraum vollständig aus und schieben Sie mit einem Zug mehrere Backbleche hinein. Damit verkürzen Sie die Nutzungsdauer enorm.
  4. Einige Vorgänge kann der Toaster ersetzen?
    Sie möchten einige Scheiben Brot toasten oder Brötchen aufbacken? Dann greifen Sie nicht auf den Backofen zurück. Verwenden Sie stattdessen einen Toaster. Auch ein Minibackofen ist hier noch effizienter.
  5. Umluft ist günstiger!
    Hierbei handelt es sich nicht etwa um ein Märchen. Durch die Umluftfunktion wird die Wärme im gesamten Backraum ideal verteilt. Der Vorteil ist dadurch, dass eine geringere Temperatur ausreicht. Umluft verbraucht also immer weniger Strom als Ober- und Unterhitze.

Bildnachweise: viperagp / Fotolia.com, Amazon/ Bosch

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