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Körnerkissen selbstgemacht – so geht’s

Einbau MikrowellenSie halten angenehm warm, ohne dabei zu heiß werden und sind für Kinder ebenso empfehlenswert, wie für Erwachsene: Körnerkissen sind eine ansprechende und leicht zu handhabende Wärmequelle. Es gibt sie in den verschiedensten Designs im Handel. Dabei reicht das optische Repertoire angefangen von klassischen Kissen über Tierformen bis hin zu Ausführungen mit aufwendigen Mustern. Nicht ganz so vielfältig, aber ebenso abwechslungsreich sind die Füllungen. Körner verschiedener Art bieten sich als praktischer Wärmespeicher an. Können Sie sich mit den Körnerkissen im Handel nicht anfreunden, möchten Sie wissen, was drin ist oder möchten Sie Ihre Lieben mit einer süßen Geschenkidee überraschen, sind selbstgemachte Ausführungen die richtige Wahl. Sie müssen kein Nähprofi sein, um ein Körnerkissen selbst zu machen. Wichtig ist allerdings, dass Sie einige Besonderheiten beachten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Körnerkissen selber machen, auf was Sie bei der Auswahl achten müssen und welche Körner überhaupt dafür infrage kommen.

Was brauchen Sie?

Körnerkissen selbstgemacht - so geht'sMöchten Sie ein Körnerkissen selber machen, brauchen Sie nicht viel. Neben einer Nähmaschine und einer guten Schere, mit der Sie sauber zuschneiden können, sind Sie auf den richtigen Stoff und Körner bzw. Kerne angewiesen. Es kann hilfreich sein, wenn Sie ein Schnittmuster haben. Dieses brauchen Sie aber nur, wenn Sie ein aufwendigeres Modell planen möchten. Gerade bei Körnerkissen, die die Form

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  • eines Tieres oder
  • einer Blume

haben, ist es praktisch, wenn Sie ein Schnittmuster besitzen.

Was ist ein Schnittmuster?
Das Schnittmuster ist die Vorlage für den Stoffzuschnitt. Aufwendig gestaltete Körnerkissen setzen sich in der Regel aus mehreren kleinen Stoffteilen zusammen. Das Schnittmuster sammelt diese auf dem Papier. Sie müssen die Schablonen dann nur noch passgenau auf den Stoff übertragen und ausschneiden. Damit nichts beim Übertragen auf den Stoff verrutscht, sollten Sie das Schnittmuster fixieren. Verwenden Sie hierfür Stecknadeln. Sie lassen sich sehr einfach in Position bringen und wieder problemlos entfernen.

TIPP: Haben Sie ein wenig Erfahrung, können Sie das Schnittmuster für das Körnerkissen problemlos selbst anfertigen. Dies ist mi Bleistift und Papier oder auch am PC möglich. Es gibt online ebenso eine Reihe an Schnittmustervorlagen, die zum Download bereitstehen.

Haben Sie Schnittmuster, Stoff und Füllung parat, können Sie mit der Anfertigung Ihres Körnerkissens beginnen.

Was ist der richtige Stoff?

Soll ein Körnerkissen selbst genäht werden, achten die meisten Verbraucher vor allem auf die Auswahl der Füllung. Immerhin dient diese als Wärmespeicher und ist damit eine wichtige Grundlage für die Qualität des Kissens. Doch so wichtig wie die Füllung für die Qualität ist, so wichtig ist auch die Wahl des Stoffs. Verschiedene Stoffe kommen für die Fertigung eines Körnerkissens infrage.

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Die Auswahl der Stoffe muss mit Bedacht erfolgen. Bedenken Sie dabei immer, dass durch die Körner im Inneren und die Einflüsse von außen die Stoffe doch stark beansprucht werden. Sie können glatte Stoffe ebenso verwenden, wie Frottee- und andere Kuschelstoffe. Sie sollten sich bevorzugt für Stoffe entscheiden, die frei von Schadstoffen sind und auch dahingehend geprüft wurden. Schadstofffreie Stoffe tragen grundsätzlich das Öko-Text® Standard-Siegel oder sind mit dem GOTS-Zertifikat versehen.

Eine gute Wahl treffen Sie mit Baumwolle. Baumwolle ist eine Naturfaser, die sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen gut ankommt. Sie geht mit einer sehr angenehmen Haptik einher und ist schön weich. Außerdem sind Stoffe, die zu 100 Prozent aus Baumwolle bestehen, extrem robust und versprechen eine lange Lebensdauer. Baumwolle fasst sich weich an und lässt sich hervorragend verarbeiten. Der Design- und Farbvielfalt sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Wie viel Stoff Sie benötigen, hängt natürlich davon ab, wie groß Ihr Körnerkissen sein soll. Bedenken Sie bei der Auswahl der Stoffmenge, dass Sie stets die Naht dazu geben müssen. Aber was heißt das? An den Nähten liegen die Stoffe oftmals einige Millimeter übereinander. Das ist wichtig, um guten Halt und eine saubere Naht zu garantieren. Damit Sie dafür aber keine Abstriche bei der Größe machen müssen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Nahtzugabe eingehalten wurde. Als Nahtzugabe reichen 1 bis 1,5 cm in der Regel vollkommen aus. Bei Körnerkissen, die aufwendiger genäht werden, sollten Sie die Zugabe von 1,5 cm wählen, um mehr Flexibilität zu haben.

Schneiden Sie die Stoffe so genau wie möglich zu. Dies erleichtert die Verarbeitung. Bei aufwendig geformten Kissen haben Sie natürlich deutlich mehr Verschnitt bzw. Stoffreste als bei Ausführungen, die lediglich rechteckig sind.

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Welche Kissengröße ist empfehlenswert?

Haben Sie Ihren Lieblingsstoff gefunden, müssen Sie sich auf die richtige Größe festlegen. Hier gilt ganz klar. Wer selber näht, hat auch genügend Freiheit bei der Definition der Maße. Wichtig ist hier allerdings, dass Sie bedenken, dass Sie das Körnerkissen irgendwie erwärmen müssen. Hierfür brauchen Sie einen Mikrowellenherd oder einen Backofen. Sie sollten das Körnerkissen also grundsätzlich nur so groß gestalten, dass Sie dieses problemlos in Backofen oder Mikrowelle bekommen.

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TIPP: Wenn Sie das Körnerkissen nicht zu dick gestalten, also zu stark füllen, können Sie dieses zusammenklappen und damit an die Größe der Mikrowelle anpassen.

Grundsätzlich sind folgende Maße möglich:

  • 25×25 cm: Für die punktuelle Anwendung ist ein kleines, quadratisches Kissen mit einer Seitenlänge von 25 cm vollkommen ausreichend. Sie können dieses Maß dann zur Hand nehmen, wenn Sie ein Kissen für ein Kind nähen möchten. Mit dem Maß sind Sie flexibel. Sie können das Kissen zum Erwärmen problemlos in die Mikrowelle legen.
  • 25×50 cm: Diese Ausführung ist schon ein wenig üppiger, bringt Sie aber auch schneller an Ihre Grenzen. Achten Sie hier darauf, dass Sie das Kissen nicht zu stark füllen, sodass Sie es problemlos zusammenlegen können. Somit kann es auch wahlweise in Mikrowelle oder Backofen erwärmt werden.

Wer das Körnerkissen als Kopfkissen oder als Unterstützung für den Nacken verwenden möchte, kann die Maße natürlich üppiger gestalten. Für ein kleineres Kopfkissen reichen aber ebenso schon 40×50 cm aus.

Beim Zuschneiden des Stoffs auf das richtige Maß gibt es zwei Besonderheiten, die Sie unbedingt bedenken sollten, da sie für die weitere Verarbeitung wichtig sind:

Tipp Hinweise
Rechter Winkel Ein rechteckiges Kissen wird gern für den ersten Versuch angestrebt. Doch auch dieses hat seine Tücken. Achten Sie auf einen sauberen rechten Winkel, da ansonsten die Bezüge später nicht mehr richtig sitzen. Hier ist praktisch, wenn Sie auf ein Hilfsmittel zurückgreifen können, mit denen sich der rechte Winkel ausrichten lässt.
Runde Ecken Möchten Sie, dass Ihr Körnerkissen abgerundete Ecken hat, sollten Sie den Stoff dahingehend vorbereiten. Schneiden Sie die Ecken hier schräg. Achten Sie dabei auf die Nahtzugabe und darauf, dass diese erhalten bleibt.

Warum müssen die Seiten und Ecken eingeschlagen werden?

Beim Nähen Ihres Körnerkissens ist es wichtig, dass Sie die Seiten und Ecken einschlagen, bevor Sie diese nähen. Die Schneider sprechen hier vom Endeln. Wie oft Sie diese einschlagen, ist Ihnen überlassen. Hier gilt aber klar die Devise: Weniger ist meistens mehr. Umso häufiger Sie die Enden einschlagen, desto stärker wird der Stoff. Die Verarbeitung wirkt dann sehr schnell unsauber.

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Durch das Einschlagen des Stoffs soll vor allem verhindert werden, dass die Ecken und Enden ausfransen. Franst der Stoff aus, wird er anfällig für Beschädigungen. Er wirkt in diesem Fall nicht mehr so stabil und verliert meistens auch an Halt.

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Nutzen Sie beim Zusammennähen der einzelnen Elemente Stecknadeln. Damit können Sie die Stoffe fixieren, ansonsten passiert es schnell, dass diese verrutschen und unsauber verarbeitet werden. Drei Seiten werden bei dem Körnerkissen vollkommen zugenäht und sicher verschlossen. Bei der vierten Seite beginnt die Naht etwa ein Viertel hinter einer Ecke. Der Rest bleibt offen, um sicherzustellen, dass Sie das Kissen dann noch kinderleicht befüllen können. Die Öffnung kann mit ruhigem Gewissen die Hälfte der Seite umfassen.

Sie können zum Zusammennähen der beiden Seiten natürlich ganz unterschiedliche Sticharten verwenden. Die einfachste Variante ist der Geradstich, der sich dann beispielsweise um einen Zick-Zack-Stich ergänzen lässt. Damit sind nochmals kleinere Akzente möglich.

Welche Füllung für das Körnerkissen?

Für ein selbstgenähtes Körnerkissen kommen verschiedene Füllungen infrage. Wichtig ist, dass Sie Kerne und Körner verwenden, die Wärme bzw. Kälte speichern und langsam abgeben. Hier haben sich verschiedene grundlegende Varianten etabliert. Gern werden für die Körnerkissen Kirsch- und Traubenkerne verwendet. Traubenkerne sind deutlich kleiner als die Kirschkerne. Die dritte Variante sind Getreidekörner. Getreidekörner haben einen erheblichen Vorteil. Sie enthalten relativ viel Wasser. Dieses Wasser bleibt in den Körnern auch enthalten, wenn sich diese im Kissen befinden. Werden die Körnerkissen in die Mikrowelle gelegt, können die Körner durch das enthaltene Wasser vielmehr Wärme speichern. Sie erhitzen sich also deutlich stärker als es beispielsweise bei Trauben- und Kirschkernen der Fall ist. Getreidekörner, die für die Körnerkissen infrage kommen, sind:

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  • Roggen
  • Dinkel
  • Weizen

Die verwendeten Kerne bzw. Körner sind für die Wärmeart durchaus entscheidend. Auch hier fällt wieder der Wasseranteil des Getreides ins Gewicht. Dadurch ist die Kälte ein wenig feuchter. Anders ist es bei den Traubenkernen, die einfach trocken sind.

Die Auswahl der Kerne bzw. Körner sollten Sie von Ihrem Geschmack abhängig machen. Getreidekörner wie Dinkel und Roggen kosten zwar mehr als die Kirschkerne, bieten aber einige Vorteile. Diese müssen wir Ihnen in der folgenden Tabelle noch einmal ans Herz legen:

Vor- und Nachteile einer Körnerfüllung

  • die Öffnung zum Befüllen kann deutlich kleiner ausfallen
  • die Kerne fühlen sich beim Anfassen besonders sanft und angenehm an
  • höherer Kuschelfaktor
  • sie können Wärme besser speichern
  • erreichen höhere Temperaturen
  • teurer in der Anschaffung
  • die Wärme wirkt feuchter
  • dürfen auf keinen Fall gewaschen werden

Trauben- und Kirschkernkissen erreichen geringere Temperaturen, kühlen schneller aus, können dafür aber ohne Waschmittel im Schonwaschgang problemlos bei 30 Grad Celsius gereinigt werden.

Bildnachweise: luna / Fotolia.com, Amazon/ Samsung

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