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Reinigung der Nähmaschine

NähmaschinenNähen liegt im Trend. Immer mehr Frauen und auch Männer haben die Nähmaschine in den vergangenen Jahren wieder für sich entdeckt und setzen kleine DIY gekonnt um. Dabei sind beim Nähen von Bekleidung, Heimtextilien sowie andere Utensilien aus Stoff Ihrer Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Mit einer guten Nähmaschine lassen sich die meisten DIYs einfach und vor allem auch optisch ansprechend geschickt umsetzen. Das wichtigste Werkzeug bei der Näharbeit daheim ist die Nähmaschine. Doch diese will wie zahlreiche andere Geräte auch gehegt und gepflegt werden. Gern unterschätzt und gleichermaßen vergessen wird dabei die Reinigung der Nähmaschine. Dabei trägt sie erheblich zum Erhalt der Lebensdauer und einer langen Nutzungsdauer bei. Wir zeigen Ihnen in diesem Ratgeber, wie Sie ihre Nähmaschine reinigen können, worauf Sie dabei achten müssen und auf was es bei der Auswahl der Pflegemittel ankommt.

Regelmäßige Reinigung sichert zuverlässigen Betrieb

Reinigung der NähmaschineSelbst erfahrene Hobbynäher unterschätzen schnell, wie wichtig eine sorgsame und regelmäßige Reinigung der Nähmaschine ist. Dabei ist die Nähmaschine ein klassischer Gebrauchsgegenstand, der während des Nähens einer beachtlichen Belastung ausgesetzt ist. Es passiert rasch, dass sich Stoffreste in den Einzelteilen der Maschine festsetzen.

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Die Folgen einer verunreinigten Maschine sind für alle spürbar. Zum einen sorgen Verunreinigungen dafür, dass Nähte nicht mehr sauber und akkurat aussehen, zum anderen neigen unsaubere Nähmaschinen dazu, Stiche einfach auszulassen. Die Ergebnisse sind dann nicht mehr zufriedenstellend. Außerdem können sich Stoffreste so in den Einzelteilen der Nähmaschinen verhaken, dass diese nicht mehr richtig arbeiten und erhebliche Funktionsstörungen nach sich ziehen.

Wann muss die Nähmaschine gereinigt werden?
Bei dieser Frage gehen die Empfehlungen weit auseinander. Entscheidend sind hier ganz unterschiedliche Aspekte. Wichtig ist beispielsweise, wie oft Sie die eigene Nähmaschine nutzen. Nähen Sie mit der Maschine nur hin und wieder einen Saum um oder reparieren eine Reißverschlussnaht, brauchen Sie die Maschine keineswegs jede Woche zu reinigen. In diesem Fall ist es ausreichend, wenn Sie sich alle ein bis zwei Monate mit dieser Arbeit auseinandersetzen. Anders ist es, wenn Sie jede Woche nähen. In diesem Fall müssen Sie den Abstand zwischen den Reinigungen deutlich enger fassen. Ein- bis zweimal muss die Nähmaschine dann einer gründlichen Reinigung unterzogen werden.

In einer Nähmaschine können sich ganz unterschiedliche Verschmutzungen ansammeln. Neben Resten von Fäden und Stoff müssen Sie vor allem auf Staub achten. Selbst wenn eine Nähmaschine sorgsam verstaut in der Ecke steht, lagert sich hier zügig Staub ab. Im Inneren der Nähmaschine kann sich aber Schmutz ansammeln, der während der Nutzung dorthin transportiert wird.

TIPP: Achten Sie auf den Sound Ihrer Nähmaschine. Weist dieser Auffälligkeiten auf oder ist die Nähmaschine nicht mehr angenehm leise, passiert es rasch, dass diese ein wenig lauter erscheint. Tritt plötzlich eine deutlich höhere Lautstärke auf, ist das immer ein Hinweis dafür, dass eine Nähmaschine eine Reinigung braucht.

Bei der Reinigung der Nähmaschine sollten Sie immer auf die Hinweise des Herstellers achten. In der Regel geben die Hersteller eine Empfehlung für die Reinigung, weisen hier aber auch darauf hin, dass es Besonderheiten gibt. Solche Hinweise finden Sie in der Bedienungsanleitung. Sie sollten in jedem Fall ernst genommen werden.

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Hilfsmittel zur Reinigung der Nähmaschine

Für die Reinigung Ihrer Nähmaschine bieten sich ganz unterschiedliche Hilfsmittel an. Es gibt natürlich im Handel einige Sets mit Werkzeugen und Hilfsmitteln, die Ihnen die Reinigung erleichtern sollen. Diese brauchen Sie aber nicht unbedingt, denn die Hilfsmittel, die für die Reinigung wichtig und erforderlich sind, sind in den meisten Haushalten vorhanden.

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Um auch Stellen zu reinigen, die eng und schwer zugänglich sind, können Sie auf ein Wattestäbchen zurückgreifen. Mit den dünnen Stäbchen lassen sich Stoff- und Fadenreste sehr schnell aus Schlitzen entfernen. Wattestäbchen können zudem zur Beseitigung von Staub eingesetzt werden. Sie sind sicherlich eines der günstigsten Hilfsmittel, die es zur Reinigung der Nähmaschinen gibt.

Wattestäbchen haben aber auch Nachteile, die bei der Reinigung der Nähmaschinen nicht außen vorgelassen werden dürfen. So sind die kleinen Stäbchen mit den Watteelementen an beiden Seiten nicht besonders stabil. Es passiert, wenn Sie beispielsweise zu viel Druck ausüben oder irgendwo hängen bleiben, sehr schnell, dass sich die Watte in Form von Fasern sowie Fäden löst. Das größte Risiko ist dann, dass die Wattereste in der Nähmaschine hängen bleiben und dort für Beeinträchtigungen sorgen. Außerdem verbiegen sich die Kunststoffteile der Wattestäbchen sehr schnell bei der Reinigung.

Vor- und Nachteile der Reinigung einer Nähmaschine mit einem Wattestäbchen

  • gelangen gut in Schlitze und kleinere Löcher
  • Entfernung von Stoff- und Fadenresten möglich
  • beseitigen Staub und andere Ablagerungen
  • in den meisten Haushalten stets verfügbar
  • Wattereste können sich lösen und in der Maschine hängen bleiben

Anstelle eines Wattestäbchens können Sie auf einen dünnen Pinsel zurückgreifen. Achten Sie auf einen Pinsel mit stabilen Borsten. Er sollte möglichst fein sein, sodass Sie damit auch problemlos im Inneren der Maschine agieren können. Außerdem müssen die Pinselhaare stabil befestigt sein, sodass sich diese nicht ohne weiteres lösen. Es gibt für den Einsatz bei Nähmaschinen spezielle Pinsel. Hier ist der Teil, an dem sich die Pinselhaare befinden, ein wenig breiter gestaltet.

Die Pinsel sind sehr zuverlässig. Gerade Fadenreste lassen sich damit quasi aus der Nähmaschine fegen. Sie können den Pinsel außerdem immer wieder verwenden, sodass es sich hierbei um eine recht nachhaltige Lösung handelt.

Vor- und Nachteile der Reinigung einer Nähmaschine mit einem Pinsel

  • in verschiedenen Größen und Breiten verfügbar
  • eignet sich hervorragend zum Reinigen des Maschineninneren
  • einfach anzuwenden
  • sehr stabil
  • beseitigt Faden- und Stoffreste
  • nachhaltig und umweltfreundlich
  • bei minderwertigen Pinseln lösen sich rasch die Pinselhaare und bleiben in den Maschinen zurück

Auf die richtige Vorgehensweise kommt es an

Damit bei der Reinigung der Nähmaschine keine Teile vergessen werden und sich der Staub sowie Schmutz sicher entfernen lässt, ist es enorm wichtig, dass Sie mit der richtigen Reihenfolge arbeiten. Zunächst müssen Sie die Nähmaschine natürlich ausschalten. Um auf Nummer sicher zu gehen, trennen Sie diese außerdem vom Stromnetz.

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Tipp! Berücksichtigen Sie, dass es bei der Schrittfolge zu Abweichungen aufgrund des Modells kommen kann, das Sie besitzen. Sie sollten sich vorher also immer über die Hinweise des Herstellers informieren.

Nachdem Sie den Stecker aus der Steckdose gezogen haben, lösen Sie das Gaspedal. Der Fußschalter lässt sich in der Regel in Sekundenschnelle abziehen. Nun müssen sowohl die Stichplatte als auch die Nadel entnommen werden. Auch das dürfte keine große Herausforderung für Sie sein und flott von der Hand gehen. Es gibt allerdings Einschränkungen. Nennen Sie ein älteres Modell Ihr Eigen, brauchen Sie für die Entfernung der Stichplatte einen Schraubendreher. Wählen Sie diesen anhand der Schraubengröße aus, die bei der Platte zu erkennen ist. Bewahren Sie die Schrauben gut auf, sodass diese nicht wegkommen. Neuere Nähmaschinen ersparen Ihnen diesen Arbeitsschritt in der Regel. Hier reicht es in den meisten Fällen aus, wenn Sie ein wenig stärker auf die Stichplatte drücken. Die Platte reagiert auf diesen Druck und löst sich.

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TIPP: Die Reinigung Ihrer Nähmaschine ist immer eine gute Gelegenheit, um diese mit einer neuen Nadel auszustatten. Die Nadeln nutzen sich mit der Zeit ab, sodass sie dann nicht mehr so genau arbeiten.

Damit Sie während der Reinigung auch wirklich ins Innere der Nähmaschine gelangen, ist es enorm wichtig, dass Sie auch sämtliches Zubehör von der Maschine montieren. In erster Linie zählen dazu:

  • Spule
  • Garn
  • Halter der Garnrollen
  • Nähfuß

Sie lösen nun das Greifersystem. Hier ist es entscheidend, ob Sie eine mechanische oder elektronische Nähmaschine besitzen. Letztere arbeiten mit einem vorwiegend aus Kunststoff hergestellten Greifersystem, da Sie durch sanftes Ziehen nach oben aus dem Gerät nehmen. Bei den mechanischen Maschinen ist das ein wenig komplizierter.

Tipp! Umso gründlicher Sie bei der Entfernung der Einzelteile sind, desto einfacher wird Ihnen im Anschluss die Reinigung fallen.

Vergewissern Sie sich noch einmal, dass Sie alle Einzelteile entfernt haben. Nun gibt es zwei Varianten für die Reinigung.

  1. Sie reinigen alle Innenteile und Komponenten aufwendig von Hand. Hierfür nutzen Sie beschriebene Hilfsmittel (Pinsel oder Wattestäbchen). Vorteil ist hier, dass es nicht schlimm ist, wenn Sie das eine oder andere Kleinteil vergessen haben. Sie brauchen aber auch vergleichsweise viel Zeit, um die Nähmaschine auf diesem Weg zu reinigen.
  2. Deutlich schneller geht die Reinigung mit einem Staubsauger. Entfernen Sie die Düse vom Saugrohr und saugen Sie lediglich damit vorsichtig die Maschine aus. Durch den Staubsauger können Sie auch die Staubreste und Fusseln entfernen, die ein wenig versteckter liegen und an die Sie nur schwer herankommen. Das spart Zeit und ist zudem sehr zuverlässig. Sollte der Staubsauger hier hin und wieder an seine Grenzen stoßen, können Sie beispielsweise mit dem Pinsel nacharbeiten.

Einzelne Maschinenteile müssen dann separat zusätzlich gereinigt werden. Dazu gehören in erster Linie der Bereich, in dem die Spule arbeitet sowie die Greiferbahn. An die Greiferbahn gelangen Sie nur mit einem Wattestäbchen. Die restlichen Teile der Nähmaschine wischen Sie mit einem weichen, fusselfreien Tuch ab. Achten Sie darauf, dass sich an dem Tuch keine losen Fäden befinden, da diese sonst bei der Reinigung gelöst werden können. Die Reinigung ihrer Nähmaschine verbinden Sie immer mit einer Wartung. Sie können also beispielsweise den Watteteil des Stäbchens in Nähmaschinenöl tauchen.

Besonders wichtig ist, dass Sie mit dem Nähmaschinenöl nicht an den Greiferbereich kommen. Nähmaschinenöl muss übrigens nur noch bei den Maschinen, die mechanischer Art sind, verwendet werden. Wichtig ist, dass Sie ein Öl verwenden, das harz- und säurefrei ist. Pflanzenöle sind damit von der Anwendung ausgeschlossen. Abschließend wischen Sie die Nähmaschine auch außen ab. Hier können Sie wieder ein sauberes Tuch verwenden.

Bildnachweise: ???? ???????????? / Fotolia.com, Amazon/ Singer

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