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Welche Backofengröße soll es sein?

HerdeIn einer Küche gibt es gewisse Gerätebasics, die heute unverzichtbar sind. Neben Kühlschrank und Tiefkühlfach gehört dazu vor allem der Backofen. Moderne Backöfen gibt es in Hülle und Fülle. Meistens handelt es sich um Kombigeräte, die sowohl einen Backofen als auch ein Kochfeld umfassen und über eine gemeinsame Bedieneinheit mit mehreren Reglern gesteuert werden. Viele moderne Backöfen haben mittlerweile außerdem Automatikprogramme, die das Kochen und Backen erleichtern sollen. Sie schaffen es, die Garzeiten und Temperaturen zu steuern. Wer einen neuen Backofen sucht, steht also vor vielen Fragen, die möglichst im Voraus beantwortet werden sollten. Noch viel wichtiger als die technische Ausstattung ist die Frage nach der richtigen Größe. Doch welche Backofengröße passt zu Ihnen? Gibt es Standardmaße und worauf müssen Sie bei der Auswahl besonders achten? Wir möchten Ihnen mit diesem Ratgeber die wichtigsten Fragen rund um die Maße Ihres Backofens verraten.

Grundlegende Fakten zur Backofengröße

Welche Backofengröße soll es sein?Haben Sie bislang geglaubt, dass es nur eine Backofengröße gibt, haben Sie sich getäuscht. Gleich mehrere Faktoren sind dafür entscheidend, wie groß ein Backofen nun tatsächlich ist. Schauen wir uns zunächst die Backofenarten an. Es werden heute zwei grundlegenden Backofentypen unterschieden, die in der Größenvielfalt auch stark voneinander abweichen:

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  • Standbackofen
  • Einbau-Backofen

Mehr darüber erfahren Sie in der folgenden Tabelle:

Variante Hinweise
Standbackofen Gerade in deutschen Küchen gibt es den freistehenden Backofen nur noch recht selten. Der Standbackofen bietet den Vorteil, dass er unabhängig von den weiteren Küchenmöbeln aufgestellt werden kann. In der Gastronomie sind solche Geräte noch relativ oft zu finden, da sie sowohl bei der Positionierung als auch bei der Größe mehr Freiheit einräumen. Gerade wenn Sie sich einen besonders großen Backofen wünschen, weil Sie beispielsweise eine große Familie haben oder häufig Besuch empfangen, ist ein freistehender Backofen genau richtig.
Einbau-Backofen Einbau-Backöfen sind sehr beliebt, da sie fest in die Küchenzeile integriert werden können. Sie passen sowohl in eine Küchenzeile als auch in eine Einbauküche. Sie können in den Unterschränken integriert werden, es gibt mittlerweile aber auch Modelle, die in einem Hochschrank ihren Platz finden. Angefangen von der Handhabung über die Nutzung bis zum optischen Gesamteindruck liegen die Vorteile auf der Hand. Bei den Maßen sind Sie aber längst nicht so flexibel wie bei den Standgeräten, denn Sie müssen sich hier natürlich an die Abmessungen der Umbauschränke halten.

Hinweis: Neben der Backofenart ist vor allem wichtig, wo der Backofen in der Küche stehen soll und wie viel Platz Sie wirklich zur Verfügung haben. Messen Sie den Platz am Herdanschluss genau aus. Berücksichtigen Sie dabei aber weitere Küchenelemente.

Grundsätzlich muss mit der Annahme aufgeräumt werden, dass es beim Backofen ein Standardmaß gibt. In der Vergangenheit war das noch der Fall, das Backofen und Herd als ein Gerät angeboten wurden. Heute arbeiten beide Geräte autark, also unabhängig voneinander. Das räumt ganz neue Möglichkeiten in der Maßgestaltung. Sie können einen modernen Backofen in verschiedenen Maßen in der Einbauküche, der Kochinsel, in einem Unter- oder Hochschrank montieren.

Das Standardmaß bleibt der Klassiker

Die größte Auswahl an Modellen findet sich beim Backofen mit einem Standardmaß. Hier haben die Hersteller in den vergangenen Jahren unzählige Varianten auf den Markt gebracht. Die Auswahl an Ausstattungsvarianten ist entsprechend facettenreich.

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Hinweis: Das Standardmaß umfasst bei einem herkömmlichen Backofen eine Breite von 59 cm und eine Höhe von 60 cm. Daraus ergibt sich ein Volumen von 54 Litern.

Mit diesen Maßen passt der Backofen in jeden Herdumbauschrank. Die Standardmaße eines Backofens reichen für Haushalte mit vier bis fünf Personen vollkommen aus. Auch Paare sind damit gut beraten. Der Vorteil des Standardmaßes liegt klar in der Nutzung und Vielfalt. Für dieses Maß gibt es im Handel eine Reihe an Backblechen, Kuchenrosten und Formen. Sie können in diesem Backofen problemlos eine Auflaufform oder auch eine Bratpfanne abstellen. Die Höhe von 60 cm lässt es zudem zu, dass Sie mehrere Bleche übereinander bzw. untereinander anordnen. Ist eine Umluftfunktion vorhanden, erreichen Sie auf allen Blechen auch gute Gar- und Backergebnisse. Zugleich ist der Backofen aber auch nicht zu groß, dass er unnötig viel Energie verbraucht und zu viel Zeit verfliegt, bis dieser vollständig aufgeheizt ist.

Entscheiden Sie sich für einen autarken Backofen, kann das Ceranfeld auch gern größer sein. Die Standardbacköfen bekommen Sie in unterschiedlichen Preisklassen. Ein Preisvergleich lohnt sich hier in jedem Fall.

Die Vor- und Nachteile des Standardmaßes sind für Sie in der folgenden Tabelle noch einmal vermerkt:

  • große Auswahl an Modellen, Ausstattungsvarianten
  • Auflaufformen, Standardbackbleche und Kuchenroste passen problemlos
  • die meisten Einbauküchen sind darauf abgestimmt
  • Backöfen in allen Preisklassen
  • für Singlehaushalte meistens zu groß
  • Großfamilien geraten schnell an ihre Grenzen

TIPP: Achten Sie auch bei einem Standard-Backofen auf die Energieeffizienzklasse, mit der die Hersteller arbeiten. Hier gibt es in Abhängigkeit von den Preislagen große Unterschiede.

Kleine Backöfen für Singles, Paare und kleine Küchen

Neben dem Standardmaß haben sich längt weitere Abmessungen für die Backöfen durchgesetzt. Für Paare, Singles und kleine Küchen gibt es Kompakt-Backöfen. Doch was heißt das? Die Kompaktmodelle weichen bei der Breite deutlich von den anderen Backöfen ab. In der Regel gestalten sich die Maße eines Kompakt-Backofens wie folgt:

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Breite 59 cm
Höhe 38 bis 45 cm
Volumen Rund 27 Liter

Beachten Sie, dass das Volumen auch durch die Backofengröße beeinflusst wird. Da der Backraum hier natürlich deutlich kleiner ist, die Hersteller aber mit ähnlich hohen Leistungen arbeiten, heizen die Kompaktbacköfen sehr schnell auf. Das spart Zeit und steigert natürlich auch die Effizienz. Doch die kompakten Maße haben nicht nur Vorteile. Bei der Auswahl von Backformen, Backblechen und Kuchenrosten müssen Sie sich bereits mit einer geringeren Vielfalt zufriedengeben als es bei den Standardmaßen der Fall ist. Nicht jeder Backblechhersteller hält hierfür passende Modelle bereit. Oft sind die Preise dann sogar deutlich höher als für die Standardbleche.

Wir zeigen Ihnen in der Tabelle noch einmal die Vor- und Nachteile der Kompaktmaße:

  • heizen sehr schnell auf
  • gute Energieeffizienz
  • sehr gut für kleine Küchen geeignet
  • gute Wahl für Singles oder Paare
  • geringerer Stromverbrauch, da die Größe deutlich kompakter ausfällt
  • weniger Auswahl
  • für Familien zu klein
  • Backbleche und Zubehör meist deutlich teurer
  • für einen normalen Umbauschrank zu klein

TIPP: Möchten Sie eine Einbauküche um einen Kompakt-Backofen erweitern, müssen Sie bedenken, dass Sie den Umbauschrank dafür in Breite und Höhe anpassen müssen.

Der XXL Backofen: Die richtige Wahl für große Familie

Müssen Sie täglich eine große Familie versorgen, bieten sich XXL Backöfen an. Diese besonders großen Backöfen bieten die idealen Voraussetzungen, um größere Mengen an Kuchen, Plätzchen und Ofengerichten innerhalb kurzer Zeit zuzubereiten. Um solch einen großen Backofen auf Temperatur zu bringen, braucht es oftmals aber auch mehr Leistung. Dadurch ist bei den XXL Backöfen der Stromverbrauch auch deutlich höher. Die typischen Maße eines XXL Backofens sind:

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Breite 60 bis 86 cm
Höhe 60 cm
Volumen 60 bis 76 Liter

Wie beim kompakten Backofen gilt auch beim XXL-Modell: Mit einem Standardblech kommen Sie hier nicht weit. Sie brauchen spezielles Backofenzubehör und das lassen sich die Hersteller teilweise teuer bezahlen. Die Auswahl ist hier begrenzt. Da die Hersteller mit Sondermaßen arbeiten, sind Sie meist auch auf das Markenzubehör angewiesen.

Es gibt übrigens auch XXL Backöfen, die in den Außenmaßen nicht von einem normalen Backofen abweichen. Hier werden aber die Heizstäbe anders angeordnet, um den Platz im Innenraum besser nutzen zu können. So kann ein Volumenzuwachs von bis zu 27 Litern erreicht werden, ohne dass Sie Anpassungen an den Küchenschränken vornehmen müssen. Das spart Zeit und sorgt für mehr Flexibilität im Alltag.

Wir zeigen Ihnen hier noch einmal die Vor- und Nachteile der XXL Backöfen:

  • große Portionen lassen sich problemlos zubereiten
  • optimierte Aufteilung von Heizstäben für mehr Volumen
  • passen problemlos in die meisten Einbauküchen
  • komfortable Nutzung in großen Familien
  • verbrauchen meistens mehr Strom
  • eingeschränkte Zubehörauswahl

Worauf müssen Sie beim Kauf außerdem achten?

Sind Sie sich unsicher, welcher der zahlreichen Backöfen in den kommenden Jahren einen zuversichtlichen Dienst in der Küche verrichten soll, sollten Sie einen Blick auf das Einbaumaß werfen. Achten Sie darauf, dass die Einbaunische, in die Sie Ihren Backofen integrieren werden, wenigstens 15 cm tiefer als der Backofen selbst. Dies ist für eine optimale Luftzirkulation wichtig.

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Für welche Backofengröße Sie sich letzten Endes entscheiden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wir haben die wichtigsten Punkte für Sie noch einmal in der folgenden Liste zusammengestellt:

  • Anzahl der Personen im Haushalt: Halten Sie sich noch einmal vor Augen, wie viele Personen Sie meistens mit Kuchen, Ofengerichten und Co versorgen. Der Standardbackofen reicht für die meisten Haushalte mit vier bis fünf Personen aus. Eine Ausnahme sind Haushalte, die oft Besuch empfangen. Hier kann sich ein größeres Modell schon lohnen.
  • Platzangebot: Das Platzangebot in der Küche ist bei der Wahl der Backofengröße nicht irrelevant. Ihr Backofen sollte keinesfalls zu viel Platz in Anspruch nehmen. Haben Sie eine Küchenzeile oder Einbauküche, messen Sie zunächst die Nische für den Backofen aus.
  • Budget: Wie viel Geld haben Sie für Ihren neuen Backofen zur Verfügung. Auch hierbei handelt es sich um einen Punkt, den Sie nicht vergessen dürfen. Backöfen mit Sondermaßen können schnell mehrere hundert oder gar tausend Euro mehr kosten. Dies zieht sich schließlich wie ein roter Faden bis zum Zubehör. Bleche, Roste und auch Ersatzteile sind teilweise deutlich teuer als für die klassischen Backöfen.

Behalten Sie bei der Auswahl der Backofengröße immer Ihren Bedarf im Blick und entscheiden Sie unter Berücksichtigung dessen. Wagen Sie dabei bei jedem Modell einen Preisvergleich.

Bildnachweise: JenkoAtaman / Fotolia.com, Amazon/ Siemens

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