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Kühlschrank richtig einstellen – so geht’s

Comfee HaushaltsgeräteDie Entwicklung des ersten Kühlschranks war eine Revolution. Das Gerät galt schlichtweg als Meilenstein in der Lagerung von Lebensmitteln aller Art. Plötzlich war es auch möglich, an warmen Sommertagen Wurst, Fleisch, aber beispielsweise auch diverse Milcherzeugnisse länger aufzubewahren. Heute gehört der Kühlschrank zu den Basics in der Küche. Er ist eines der Standardangebote einer jeden Küchenzeile, kann aber auch einzeln als Gerät erworben werden. Angeboten wird er in verschiedenen Größen und Bauweisen, sodass für jeden Bedarf der richtige Kühlschrank im Handel zu finden ist. Neben den kleinen kompakten Einbau- und Standgeräten, die gern in Singlehaushalten ihren Platz finden, gibt es Side-by-Side Geräte, bei denen nebeneinander zwei Kühleinheiten angeordnet sind. Damit Sie Ihre Lebensmittel im Kühlschrank optimal lagern können, gibt es verschiedene Einstelloptionen. Wir wollen Ihnen in diesem Ratgeber Tipps bereitstellen, mit denen Sie Ihren Kühlschrank richtig einstellen können.

Welche Einstellmöglichkeiten gibt es?

Kühlschrank richtig einstellen - so geht'sSchauen Sie sich das Innere Ihres Kühlschranks einmal genauer an, werden Sie rasch bemerken, dass es hier nicht allzu viele Einstellmöglichkeiten gibt. In erster Linie beziehen sich diese auf die Temperatur im Inneren. Die Temperatur kann bei den Geräten meist über einen kleinen Drehregler angepasst werden. Es gibt mittlerweile auch Geräte mit Thermometer. Vorteil ist hier, dass Sie die Temperaturhöhe viel besser kontrollieren können. So lässt sich die Höhe der Kühlschranktemperatur genau ablesen.

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Bei den Geräten mit Regler müssen Sie zunächst schauen, wie die Regler aufgebaut sind. Hier gibt es zwei Varianten. Es gibt Regler mit den Stufen 1 bis 6 und Ausführungen mit den Stufen 2 bis 7. Umso höher Sie den Regler stellen, desto stärker kühlt das Gerät. Die Temperatur im Inneren wird also auf einem Minimum gehalten. Die Reglerstufen 1 und 2 sind die niedrigsten Stufen, die es gibt. Hier kühlt der Kühlschrank also am wenigsten.

Umso höher der Regler eingestellt ist, desto mehr Strom braucht er auch, da das Aggregat hier stärker kühlen muss. Das heißt: Ist der Regler auf der Stufe 5, braucht der Kühlschrank mehr Strom als auf der Stufe 1 oder 2.

Wenn Sie Ihren Kühlschrank richtig einstellen möchten, sollte sich die Temperatur im Inneren zwischen 5 und 7 Grad Celsius bewegen. Hat Ihr Kühlschrank selbst kein integriertes Thermometer, können Sie dieses separat erwerben. Legen Sie das Thermometer dann einfach an einen freien Platz.

Kühlleistung der Jahreszeit anpassen

Grundsätzlich arbeiten Kühlschränke mit unterschiedlicher Temperatur und Leistung. Haben Sie gewusst, dass die Leistung dieser Geräte aufgrund der Jahreszeit schwankt? Grundsätzlich spielt hier aber natürlich auch die Umgebungstemperatur eine nicht zu unterschätzende Rolle. Trotzdem gilt, dass die Kühlschränke im Sommer einfach mehr arbeiten müssen. Die Geräte rufen dann eine höhere Leistung ab, verbrauchen dadurch aber natürlich auch deutlich mehr Strom. Im Winter können Sie den Regler in den meisten Fällen ein bis zwei Stufen zurückdrehen.

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Hinweis: Stellen Sie Ihren Kühlschrank neu ein, sollten Sie zunächst vorsichtig sein. Auf der höchsten Stufe arbeiten die Geräte in der Regel so stark, dass sie bereits den Gefrierpunkt erreichen. Die Lebensmittel im Kühlschrank können daher anfrieren.

Es haben sich für die Einstellung in den Jahreszeiten folgende Empfehlungen durchgesetzt:

Jahreszeit Hinweise
Sommer Im Sommer sollten Sie den Kühlschrank etwas höher stellen, um sicher zu gehen, dass alle Lebensmittel richtig gekühlt werden. Ideal ist in der warmen Jahreszeit eine Einstellung zwischen den Stufen 3 und 5.
Winter Während des Winters können die meisten Kühlschränke entlastet werden. Es ist ausreichend, wenn der Regler hier zwischen 1 und 3 steht.

TIPP: Kontrollieren Sie die Temperatur Ihres Kühlschranks regelmäßig, denn diese schwankt stark. Bei häufigem Türöffnen, aber auch aufgrund von porösen Dichtungen kann es sein, dass die Temperatur trotz der richtigen Einstellung zu hoch ist.

Vermeiden Sie grundsätzlich, dass der Kühlschrank vereist. Das ist bei einer zu hohen Einstellung der Fall. Haben Sie den Regler auf die höchste Stufe gestellt, arbeiten die Geräte so stark, dass im Inneren Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen. Sobald im Kühlschrank Eis ansetzt, steigt der Energiebedarf der Geräte enorm. Sie müssen dann also auch mit höheren Stromkosten rechnen.

Die unterschiedlichen Kühlzonen

In einem Kühlschrank gibt es verschiedene Kühlzonen. Diese werden von den Herstellern durch den speziellen Aufbau umgesetzt und sollen in erster Linie dafür sorgen, dass für jedes Lebensmittel die idealen Bedingungen vorzufinden sind. Sie als Verbraucher sollten sich bemühen, die verschiedenen Kühlzonen ideal auszunutzen. Dabei sind die Temperaturunterschiede in einem Kühlschrank enorm. Vergleichen Sie die Temperatur ganz oben mit der im unteren Bereich, werden Sie überrascht sein. Ganze 6 Grad Celsius macht die Position hier aus. Die Kühlschrankhersteller machen sich hier in erster Linie die Grundprinzipien der Physik zu Nutze. Das heißt: Die warme Luft steigt im Kühlschrank nach oben, während die Kalte absinkt. Dadurch ist es auf den oberen Ablageböden wärmer als auf der untersten Ebene.

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Wir möchten Ihnen die vier Kühlzonen, die es in jedem Kühlschrank gibt, in der folgenden Tabelle vorstellen. Dabei zeigen wir Ihnen auch, welche Lebensmittel Sie wo am besten lagern.

Kühlzone Temperatur Beschreibung
Oberes Fach 8°C Oben ist es im Kühlschrank am wärmsten. Käse, aber beispielsweise auch Reste vom Mittagessen halten die 8 Grad Celsius gut aus, ohne dass sie verderben. Sie können hier auch rohen Schinken ganz problemlos aufbewahren.
Mittleres Fach 5°C Im mittleren Kühlschrankfach ist es schon deutlich kühler als im obersten Fach. Hier sind meistens 5 Grad Celsius vorzufinden. Diese Temperatur ist ideal für Milchprodukte aller Art. Quark, aber beispielsweise auch Joghurt können Sie hier ebenso aufbewahren wie Butter. Die Butter bleibt bei dieser Temperatur oft noch streichzart. Daneben bewahren Sie hier geöffnete Gläser mit Obst und Gemüse auf.
Unteres Fach 2°C Alle Lebensmittel, die schnell und leicht verderben, gehören in das unterste Fach. Mit 2 Grad Celsius ist es hier am kältesten. Fleisch und Fisch fühlen sich hier am wohlsten und können dort in der Regel auch am längsten aufbewahrt werden.
Frischefächer 8°C Die Frischefächer wurden speziell für die Aufbewahrung von Obst und Gemüse entwickelt. Hier gibt es einige Besonderheiten. Obwohl diese Fächer meisten ganz unten angeordnet sind, ist es hier mit 8° Celsius relativ warm. Die Fächer schließen mit einer Glasplatte darüber ab, dadurch soll dazu beigetragen werden, dass Vitamine erhalten bleiben. In einem Frischefach können Sie allerhand Früchte aufbewahren.

 Was gehört in den Kühlschrank?

Im Kühlschrank lagern Sie natürlich in erster Linie Lebensmittel, die leicht verderben. Wurst und Fleisch gehören dazu ebenso wie beispielsweise Milch, Joghurt und auch diverse Obstsorten. Doch gerade bei letzteren müssen Sie vorsichtig sein, denn nicht alle Obstsorten gehören auch in den Kühlschrank. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, welche Obst- und Gemüsesorten Sie beispielsweise im Kühlschrank aufbewahren können:

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Obst Gemüse
  • Himbeeren
  • Brombeeren
  • Erdbeeren
  • Rote und schwarze Johannisbeeren
  • Aprikosen
  • Kirschen
  • Spargel
  • Sellerie
  • Karotten
  • Spinat
  • Blattsalate aller Art
  • Pilze

Grundsätzlich können Sie viele heimische Gemüse- und Obstsorten im Kühlschrank länger haltbar machen. Anders ist es mit Südfrüchten. Südfrüchten sind grundsätzlich warme Temperaturen gewohnt. Bei dem kühlen Klima im Kühlschrank verlieren Sie gleichermaßen an Aroma und Geschmack. Sie würden also viel schneller verderben. Südfrüchte lagern Sie deswegen am besten nicht im Kühlschrank. Dazu gehören:

  • Bananen
  • Ananas
  • Mangos
  • Mandarinen
  • Orangen

Auch beim Gemüse gibt es Unterschiede. Gemüsesorten, die sehr stark wasserhaltig sind, sollten Sie grundsätzlich nicht im Kühlschrank aufbewahren. Hier verlieren die Gemüsesorten an Aroma und damit an Geschmack. Sowohl Paprika und Zucchini als auch Gurken gehören nicht in den Kühlschrank. Ebenso Tomaten lagern Sie lieber bei Zimmertemperatur. Kartoffeln und Zwiebeln enthalten zwar nicht viel Wasser, hier würden aber die niedrigen Temperaturen im Kühlschrank den Keimprozess vorantreiben. Sie könnten also viel schneller nicht mehr verzehrt werden.

Eine ideale Einstellung des Kühlschranks ist wichtig

Es kann durchaus sein, dass Sie mehrmals korrigieren müssen, bevor Sie Ihren Kühlschrank richtig eingestellt haben. Immer wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie die Temperatur messen, denn ein ideal eingestellter Kühlschrank bietet Ihnen viele Vorteile:

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  • Lebensmittel bleiben länger frisch
  • Produkte verlieren kein Aroma
  • der Stromverbrauch bleibt akzeptabel
  • der Kühlschrank vereist im Inneren nicht
  • Einstellungen müssen aufgrund der Jahreszeit angepasst werden

Hat Ihr Kühlschrank neben den verschiedenen Kühlschrankböden auch ein Gefrierfach, müssen Sie dieses separat einstellen. Hierbei handelt es sich um eine Besonderheit. Wie der Kühlschrank sind auch die Gefrierfächer mit einem Regler für die Einstellung der richtigen Temperatur versehen. In einem Gefrierfach müssen natürlich viel niedrigere Temperaturen vorhanden sein als in einem Kühlschrank. Hier gelten –18 Grad Celsius als Standard und sollten eingehalten werden.

Damit Ihre Lebensmittel im Kühlschrank tatsächlich lange frisch bleiben, müssen Sie einige Besonderheiten berücksichtigen. So achten Sie zum Beispiel darauf, dass der Kühlschrank nicht zu voll ist. Die Luft kann in einem vollen Kühlschrank kaum zirkulieren. Dadurch werden einzelne Lebensmittel nicht so gekühlt, wie Sie es sich wünschen. Lassen Sie also in jedem Fach ein wenig Platz, sodass die gekühlte Luft dort auch hingelangen kann.

Natürlich können Sie Obst und Gemüse im Kühlschrank aufbewahren. Zu lange sollte aber auch das nicht der Fall sein. Achten Sie hier darauf, dass Sie die Lagerzeit kurz halten. Umso länger Gemüse und Obst aufbewahrt werden, desto mehr Mineral- und Ballaststoffe gehen hier leider verloren. Ihren Kühlschrank sollten Sie regelmäßig genau unter die Lupe nehmen. Kontrollieren Sie hier insbesondere, ob alle Dichtungen noch intakt sind. Poröse Dichtungen sind gerade bei älteren Geräten nicht selten, stellen aber für das Kühlschrankklima eine erhebliche Belastung dar, denn so gelangt warme Luft ins Innere. Die Folge sind in diesem Fall höhere Energiekosten, denn der Kühlschrank wird permanent kühlen, um die richtige Temperatur zu halten.

Tipp: Außerdem muss die Kühlschranktür richtig schließen. Die Tür darf nicht schleifen.

Bildnachweise: Andrey Popov / Fotolia.com, Amazon/ Comfee

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