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Staubsauger – wie hoch ist der Stromverbrauch?

Staubsauger ohne BeutelNicht nur  der Umwelt zu Liebe, sondern auch aus Kostengründen sollten Sie beim Kauf eines neuen Staubsaugers auf den Stromverbrauch achten. Die Energieeffizienz der verschiedenen Haushaltsgeräte spielt also längst nicht mehr nur bei der Suche nach einer neuen Waschmaschine, einem Trockner, einem Kühlschrank oder einem Gefrierschrank eine wichtige Rolle. Doch wie hoch ist der Stromverbrauch eines Staubsaugers wirklich? Und inwiefern lohnt es sich, mehr für einen stromsparenden Staubsauger zu bezahlen, wenn die Unterschiede beim Verbrauch im Vergleich zu einem wesentlich günstigeren Staubsauger der Budgetklasse vielleicht nur minimal ausfallen? Wir haben diesen Ratgeber für Sie zusammengestellt, damit Sie sich vor dem Kauf umfassend informieren können. Der Frage nach dem Stromverbrauch eines Staubsaugers sind wir nachfolgend genau auf den Grund gegangen.

EU-Verordnung für den Stromverbrauch bei Staubsaugern

Staubsauger - wie hoch ist der Stromverbrauch?Auch die EU hat zu diesem Thema bereits eine Verordnung herausgebracht, die 2014 in Kraft getreten ist. Seit dem Herbst des Jahres 2017 gelten allerdings neue Grenzwerte. Viele Verbraucher stellen sich aus diesem Grund die Frage, ob sie ihren bisherigen, weniger stromsparenden Staubsauger überhaupt noch verwenden dürfen und inwiefern die neuen Staubsauger vielleicht mehr Strom sparen, dafür aber nicht so leistungsstark sind. Muss eine Stromeinsparung wirklich mit einem Saugkraftverlust einhergehen?

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Viele dieser Ängste sind unbegründet. Denn der EU-Richtlinie liegen nicht nur der Umweltschutz- und Stromspargedanke zu Grunde. Vielmehr sollen die zukünftigen Staubsauger nicht nur leistungsstärker werden, sondern dem Verbraucher auch eine wesentlich längere Lebensdauer bieten können. Folgende Eckpunkte sieht die Verordnung seit dem 1. September 2017 vor:

  • die Leistung eines Staubsaugers darf 900 Watt nicht übersteigen (es ist von der Nennleistung die Rede)
  • der jährliche Verbrauch darf höchsten 43 kWh (Kilowattstunden) betragen
  • die Lebensdauer des Motors muss mehr als 500 Stunden betragen
  • mit 98 Prozent des Staubs muss auf harten Böden aufgenommen werden
  • die Emission an Staub darf nicht mehr als 1 Prozent betragen
  • die Maximallautstärke darf 80 Dezibel nicht übersteigen
  • auf Teppichböden muss mindestens 75 Prozent des Staubs aufgesaugt werden
  • der Schlauch des Saugers muss mindestens 40.000 Schwenkungen im Belastungstest standhalten

Allerdings sollten Sie wissen, dass nicht alle Arten von Staubsaugern dieser Verordnung zum Opfer gefallen sind. Denn es gibt durchaus auch Saugerarten, für welche diese Richtlinien nicht gelten. Um welche Staubsauger es sich dabei handelt, zeigt Ihnen ein Blick auf die nachfolgende Tabelle:

Staubsauger, die Sie bereits bei sich zuhause besitzen Sauger, die mit einem Akku betrieben werden (nicht kabelgebunden) Bohnermaschinen
Nasssauger Spezielle Staubsauger für den Einsatz in der Industrie Saugroboter

Wissenswert: Darüber hinaus wurde den Händlern die Möglichkeit eingeräumt, ihre alten Bestände erst einmal weiterhin zu verkaufen. Aus diesem Grund heißt es für Sie als Verbraucher, dass Sie beim Kauf eines Staubsaugers auch weiterhin ganz genau hinschauen sollten.

Wie steht es um den Stromverbrauch älterer Staubsauger?

Nachdem Sie nun wissen, dass neue Staubsauger nicht mehr als 43 kWh bei einer Leistung von maximal 900 Watt an Strom verbrauchen dürfen, fragen Sie sich vielleicht, wie es um ältere Modelle steht. Diese haben zum Teil eine Nennleistung von 1.600, 2.000 oder ganzen 2.400 Watt vorzuweisen. Diese Unterschiede können richtig ins Geld gehen. Dies zeigt das Beispiel einer Nutzungsdauer von zehn Jahren, bei der Sie Ihren Staubsauger gerade einmal zehn Minuten in der Woche einschalten. Für einen Staubsauger mit 900 Watt ist von Stromkosten von 125 Euro auszugehen. Legt man die gleichen Strompreise zu Grunde, so beläuft sich dieser Wert bei einem Staubsauger mit 2.400 Watt auf gut 360 Euro – fast das Dreifache. Somit scheint ein höherer Anschaffungspreis für einen stromsparenden Staubsauger durchaus gerechtfertigt.

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Expertentipp: Wenn Sie den Stromverbrauch Ihres bisherigen Staubsaugers ausrechnen wollen, gelingt Ihnen dies mittels der folgenden Formel: Leistung in Kilowatt mal Zeit in Stunden. Die Leistung in Watt beträgt bei einem Sauger mit 1.600 Watt 1,6 kW. 15 Minuten entsprechenden 0,25 Stunden. Wer dies multipliziert, kommt auf einen Stromverbrauch von 0,4 Kilowattstunden in 15 Minuten. Wenn Sie denn noch den aktuellen Strompreis kennen, können Sie sich kinderleicht ausrechnen, wie teuer Sie der Strom beim Saugen zu stehen kommt.

Sollten Sie sich einen neuen Staubsauger zulegen?

Diese Frage stellt sich nun in den Köpfen vieler Verbraucher. Dabei spielt die Kostenfrage sicherlich eine entscheidende Rolle. Doch auch die folgenden Vor- und Nachteile sollten Sie abwägen:

  • ein stromsparender Staubsauger geht mit niedrigeren Folgekosten für den Stromverbrauch einher
  • alle neuen Staubsauger müssen die neue EU-Richtlinie einhalten
  • nur weil ein Staubsauger Strom spart, kann er trotzdem sehr gut reinigen
  • ein stromsparender Staubsauger ist häufig teurer in der Anschaffung

Bedenken Sie dabei unbedingt, dass die EU-Richtlinie ohnehin nur auf reguläre Staubsauger zutrifft. Auch wenn es sich um ein Saugermodell handelt, welches erst nach dem Inkrafttreten der neuen EU-Richtlinie auf den Markt genommen ist, muss dieser Sauger nicht zwingend stromsparend sein. Dies ist auf die bereits genannten Ausnahmen zurückzuführen. Gerade wenn Sie einen Nasssauger oder einen Saugroboter kaufen möchten, sollten Sie beim Stromverbrauch genau hinsehen. Außerdem ist der Stromverbrauch allein nicht das entscheidende Kriterium beim Kauf. Denn ein sparsamer Staubsauger, der Ihnen einfach nicht die gewünschte Saugleistung bieten kann, wird Ihnen nur wenig nützen. Vielmehr sollten Sie beim Kauf auf alle der nachfolgenden Kriterien achten:

  • ein komfortables Handling
  • die Marke
  • das Design
  • die Saugleistung auf unterschiedlichen Böden
  • die Geräuschkulisse
  • die Abmessungen des Saugers
  • das Gewicht des Saugers
  • wie leicht Ersatzteile zu bekommen sind
  • die teuer die Beutel für den Staubsauger sind
  • ob es sich um einen Sauger mit oder ohne Beutel handelt
  • den Verbrauch
  • das Preis-Leistungs-Verhältnis
  • die Zusatzfunktionen – zum Beispiel auch nass saugen
  • welche Aufsätze, Düsen und anderen Zubehörteile bereits im Lieferumfang inbegriffen sind
  • die zu erwartende Lebensdauer des Saugers
  • die Garantie, welche der Hersteller auf den Sauger anbietet (ist eine Garantieverlängerung möglich?)

Tipp: Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sehen Sie sich vor dem Saugerkauf am besten unabhängige Testurteile oder die Bewertungen anderer Verbraucher zu den verschiedenen Staubsaugermodellen an!

Bildnachweise: alexlmx / Fotolia.com, Amazon/ Rowenta

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