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Geschirrspüler richtig reinigen – so geht’s

Beko HaushaltsgeräteHaben Sie bisher die Meinung vertreten, dass eine Spülmaschine keine Reinigung braucht, müssen wir Sie leider enttäuschen. Wie bei der Waschmaschine gilt auch hier: Eine regelmäßige und gründliche Reinigung ist wichtig. Sie schont die Geräte und damit auch die Haushaltskasse. Es reicht nicht aus, wenn das Innere gemeinsam mit dem täglichen Spülgang gesäubert wird. Sicherlich werden so grobe Verschmutzungen entfernt und abtransportiert, doch in den Ritzen und Engstellen lagern sich diese ab. Hier können sie sich zu einem ernsthaften Problem entwickeln. Dazu kommt, dass sich in der Spülmaschine rasch Kalk niederlässt, insbesondere wenn Sie kein Spülmaschinensalz verwenden. Wir möchten Ihnen in diesem Ratgeber verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie Ihren Geschirrspüler reinigen können, möchten aber auch verraten, worauf Sie dabei achten müssen.

Warum sollten Sie Ihren Geschirrspüler reinigen?

Geschirrspüler richtig reinigen - so geht'sDie Reinigung eines Geschirrspülers muss nicht wöchentlich erfolgen, sollte aber trotzdem regelmäßig vorgenommen werden. Setzen Sie sich im Idealfall alle vier bis sechs Wochen damit auseinander. Sie sollten die Reinigung immer auch als Anlass für eine kleine Wartung ansehen. Schauen Sie sich also genau an, ob alle Dichtungen intakt sind oder es sonstige sichtbare Mängel gibt. So können Defekte rasch erkannt werden. Bei der Reinigung einer Spülmaschine geht es vor allem darum, dass Schmutz und Ablagerungen zuverlässig auch dort entfernt werden, wo sie sonst gern in Vergessenheit geraten.

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Bei den meisten Spülgängen wählen wir als Anwender mittlerweile niedrigere Temperaturen. Eco-Programme sind darauf sogar ausgelegt, mit einer Betriebstemperatur von höchstens 45 Grad Celsius zu arbeiten. Spülgänge mit 65 Grad Celsius sind dagegen nur noch selten. Doch was auf der einen Seite ein Segen ist, weil Sie damit natürlich ungemein viel Strom sparen, ist für die Sauberkeit der Maschine eher ein Fluch. Zwar können bei 45 Grad Celsius Speisereste und Fette vom Geschirr entfernt werden, doch aus der Maschine verschwinden diese nicht. Sie lagern sich in der Regel im Inneren ab. Mit der Zeit bildet sich hier ein sogenannter Biofilm. Er setzt sich aus Fetten und Speiseresten zusammen, die in der Spülmaschine verblieben sind.

Hinweis: Der Biofilm in der Spülmaschine ist ein fantastischer Nährboden für Keime und Bakterien, die dann wiederum einen ekelhaften Gestank verursachen. Spätestens wenn Sie diesen in Ihrer Spülmaschine feststellen, sollten Sie eine Reinigung einplanen.

Speisereste können sich außerdem bei jedem Spülgang unter Dichtungen, in Ritzen und Ecken absetzen. Im Alltag fallen diese kaum auf. In einer Spülmaschine herrscht ein ganz besonderes Klima. Speisereste, die beispielsweise unter Dichtungen haften bleiben, beginnen sehr schnell zu schimmeln. Der so entstehende Schimmel ist in jedem Fall ein Risikofaktor für die Gesundheit.

Durch die regelmäßige Reinigung Ihrer Spülmaschine sorgen Sie dafür, dass sich Ablagerungen nicht in die Materialien „einfressen“ können. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einer reibungslosen Nutzung, einem sicheren Betrieb und einer längeren Lebensdauer. Wir haben für Sie die Vorteile und Nachteile der regelmäßigen Spülmaschinenreinigung noch einmal in der anschließenden Übersicht zusammengefasst.

Vor- und Nachteile einer regelmäßigen Grundreinigung

  • schont die Geräte
  • Defekte und Fehler fallen schneller auf
  • erhöht die Lebensdauer der Spülmaschine
  • stellt einen zuverlässigen Betrieb sicher
  • beugt unangenehmem Geruch vor
  • beseitigt Bakterien und Keime zuverlässig
  • vermeidet unangenehme Verstopfungen
  • braucht ein wenig Zeit
  • umfassende Reinigung geht mit viel Arbeit einher

Hinweis: Werden Speisereste und Ablagerungen nicht durch eine regelmäßige Reinigung entfernt, können außerdem Verstopfungen entstehen. Diese wieder zu entfernen ist nicht nur aufwendig und kostet viel Zeit, es ist auch eine der unangenehmeren Arbeiten.

Zwischen- und Grundreinigung der Spülmaschine: Das sind die Unterschiede

Wenn Sie Ihre Spülmaschine reinigen, müssen Sie zwischen der Grund- und Zwischenreinigung unterscheiden. Eines möchten wir vorweg nehmen, die Grundreinigung ist die aufwendigere Variante, die im Abstand von vier bis höchstens acht Wochen vorgenommen werden sollte. Auf die Zwischenreinigung sollten Sie wenigstens einmal wöchentlich ausweichen. Anhand der folgenden Tabelle werden die Unterschiede zwischen Grund- und Zwischenreinigung noch einmal deutlich.

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Variante Hinweise
Grundreinigung Im Idealfall planen Sie die Grundreinigung einmal im Monat ein. Das scheint an sich zwar ein wenig übertrieben, doch reinigen Sie Ihren Geschirrspüler regelmäßig, brauchen Sie weniger Zeit und der Arbeitsaufwand nimmt ab. Die Grundreinigung ist an sich schon ein wenig aufwendiger. Hier müssen Sie neben dem Sieb und den Dichtungen auch die die Spülarme säubern. Die meisten Geschirrspüler sind heute so gebaut, dass Sie die Spülarme einfach herausnehmen können. Das erleichtert die Reinigung natürlich enorm. Wie das Sieb werden die Spülarme zuverlässig abgespült. An den Spülarmen gibt es in der Regel viele kleine Löcher. Diese können Sie mit einem Zahnstocher von eventuellen Ablagerungen befreien. Das braucht natürlich ein wenig mehr Zeit. Die Grundreinigung endet mit einem Leerlauf der Spülmaschine. Wählen Sie hierfür das Intensivprogramm mit möglichst hoher Temperatur. Sie müssen für die Reinigung auch ein wenig Pulver in die Spülmaschine geben.
Zwischenreinigung Die Zwischenreinigung geht schnell, macht an sich nicht allzu viel Arbeit und kann deswegen bedenkenlos mindestens einmal in der Woche vorgenommen werden. Hierbei spülen Sie das Sieb des Geschirrspülers aus, denn innerhalb weniger Tage sammeln sich hier allerhand Reste und Ablagerungen. Halten Sie das Sieb unter warmes Wasser und warten Sie, bis alle Ablagerungen sorgsam ausgespült wurden. Natürlich ist es auch möglich, dass sich einzelne Ablagerungen nicht ohne weiteres entfernen lassen. In diesem Fall nehmen Sie ein wenig Spülmittel. Zur Zwischenreinigung gehört auch das Auswischen des Geschirrspülers. Besondere Aufmerksamkeit verdienen hier die Dichtungen. Die Tür wird sowohl von innen als auch an den Kantenseiten sorgsam abgewischt.

TIPP: Insbesondere wenn Sie vorwiegend Töpfe und Pfannen in der Spülmaschine haben, sollten Sie ein Programm mit höherer Temperatur wählen. Die meisten Geschirrspüler halten hierfür ein Programm mit 65 Grad Celsius bereit. Bei dieser Temperatur können bereits viele Keime abgetötet werden.

Spülmaschinenreiniger aus dem Handel: Eine sichere Wahl?

Die wesentlichen Arbeitsschritte nehmen Sie von Hand vor, wenn Sie einen Geschirrspüler reinigen. Sie wischen Innenraum und Tür aus, reinigen die Dichtungen, entfernen Sieb und Sprüharme. Den Feinschliff soll dann das Intensivprogramm bringen. Bei den monatlichen Grundreinigungen ist es in der Regel ausreichend, wenn Sie ein Tab oder Geschirrspülpulver für die Reinigung in die Spülmaschine geben.

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Im Abstand von wenigstens 6 Monaten sollten Sie dann aber auch auf einen Spülmaschinenreiniger ausweichen. Das ist wichtig, um eine sorgsame Reinigung garantieren zu können. Den Spülmaschinenreiniger bekommen Sie in jedem Supermarkt und jeder Drogerie. Er wird von verschiedenen Marken angeboten. Meistens handelt es sich dabei um eine kleine Flasche. Diese stellen Sie bei der Reinigung einfach kopfüber in den Besteckkorb. Sie schalten nun wie auf dem Reiniger beschrieben, das gewünschte Programm ein. Den Rest machen Reiniger und Spülmaschine allein. Die Anwendung ist recht komfortabel und die Kosten für den Spülmaschinenreiniger halten sich in Grenzen. Ist das Spülprogramm abgeschlossen, können Sie auch den Geschirrspüler direkt wieder nutzen.

Reinigung auch bei unregelmäßiger Nutzung ist wichtig!
Es ist enorm wichtig, dass Sie auch Spülmaschinen, die nur selten genutzt werden, einer regelmäßigen Reinigung unterziehen. In den Geräten bilden sich zügig Mikroben und Bakterien. Mit dem Auge sind diese nicht zu erkennen. Davon sind vor allem Spülmaschinen betroffen, die nicht regelmäßig verwendet werden. Haben Sie also einen Geschirrspüler in einer Ferienwohnung, müssen Sie auch hier eine Reinigung in regelmäßigen Abständen durchführen.

Hausmittel für die Reinigung des Geschirrspülers

Neben dem fertigen chemischen Reiniger aus dem Handel können Sie bei der Reinigung Ihres Geschirrspülers auch auf die einen oder anderen Hausmittel zurückgreifen. Sie sind in der Regel ein wenig günstiger, sind leicht zu handhaben und sie bieten vor allem den Vorteil, dass sie umweltschonend sind. Daher gelten sie als nachhaltige Lösung. Bei der Suche nach einem Hausmittel für die Spülmaschine werden Sie auf alte Bekannte stoßen:

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  1. Reinigung mit Essig: Gibt es im Haushalt Reinigungs- und Schmutzprobleme, ist Essig wie ein echter Superheld immer griffbereit. Essig, in erster Linie Essigessenz, hat kalklösende Eigenschaften und ist daher als natürlicher Entkalker sehr beliebt. Außerdem hat er aufgrund seiner Eigenschaften eine antibakterielle Wirkung. Doch ohne Wenn und Aber sollten Sie Essig nicht einsetzen. Experten betonen immer wieder, dass die Essigessenz so aggressiv ist, dass dadurch auch schnell Dichtungen und Schläuche beschädigt werden. Sie geben einfach ein wenig Essig ins Wasser und wischen dann mit dieser Mischung die Spülmaschine aus. Hin und wieder können Sie auch zwei Tassen der Essigessenz auf den Boden der Spülmaschine geben und ein Intensivprogramm auswählen. Auch das tötet Bakterien ab.
  2. Reinigung mit Zitronensäure: Deutlich schonender als Essig, aber nicht weniger effektiv ist Zitronensäure. Diese bekommen Sie fertig abgepackt in kleinen Päckchen, sodass die Dosierung recht einfach ist. Bakterien, Pilze, aber beispielsweise auch ein unangenehmer Geruch werden mit der Zitronensäure entfernt. Meistens hinterlässt sie in der Spülmaschine sogar noch einen frischen Geruch, der für die einige Spülgänge anhält.
  3. Reinigung mit Natron: Für die Reinigung Ihrer Spülmaschine bietet sich Natron an. Es kann Bakterien zuverlässig beseitigen, hat aber auch einige Schwachstellen. Natron ist nicht so gründlich wie beispielsweise Essig und bietet sich eher als Ergänzung an. Vier, maximal 5 Esslöffel des Natronpulvers verwenden Sie als Ersatz für das Spülmaschinenpulver. Anschließend wählen Sie ein Spülprogram mit hoher Temperatur. Sie geben das Natron aber nicht in das Fach für das Tab, sondern direkt in die Spülmaschine.

Nehmen Sie sich für die Geschirrspülerreinigung Zeit. Sie sollten sich wenn möglich für ein Hausmittel entscheiden. Es bringt Ihnen relativ wenig, wenn Sie mehrere kombinieren, da sich beispielsweise Essig und Zitronensäure nicht unbedingt gut vertragen. Um feinste Sauberkeit und eine lange Nutzungsdauer zu garantieren, sollten Sie regelmäßig überprüfen, ob Klarspüler und Maschinensalz vorhanden sind und die Behälter hierfür eventuell auffüllen.

Bildnachweise: Budimir Jevtic / Fotolia.com, Amazon/ Beko

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